Jo und wir müssten Stufe 4 hier machen. Und das will ich nicht. Die ersten drei funktionieren nicht.
Es war nur ein Beispiel zur Verbildlichung. Es ist natürlich keine gute Idee so zu arbeiten, wer will schon dauernd an der Leine rumreissen, es ist ja auch für den HH nervig. Da würde ich dann andere Strategien anwenden, z.B. ein Kontakt-am-Bein-BeiFuss oder halt irgendwas anderes. Durch rumreissen an der Leine würde der Hund halt auch immer stumpfer.
wir befinden uns immernoch im Bereich aversive Reize und Strafe - aber sind weit weg von Gewalt oder?
Ja!!
Beispiel meiner Schwester ihre Hündin (ja, die die mit den Eichenspinnerverletzungen) findet Halsbänder, Leinen, Geschirre aller Art extrem aversiv. Die lebt jetzt seit 1 Jahr bei meiner Schwester und das hat sich wenig geändert. Klar, es wurde besser, ging von Panik zu "normaler" Aversion. Aber doch, meine Schwester muss der Hündin "mit Gewalt" das Halsband an und ausziehen. Gewalt im Sinne von "ich will das nicht - du musst aber"
Was zum Nachdenken:
Kinder im Kindergarten kriegen immer einen Fingerschnipser an die Nase und dürfen danach auf die supergeile Hüpfburg. Aber, ohne Fingerschnipser keine Hüpfburg.
Fingerschnipser an die Nase sind aversiv. Wer glaubt, dass die Kinder die Spass an der Hüpfburg haben sich durch den Fingerschnipser abhalten lassen würden? Nur die Kinder die keinen Spass an der Hüpfburg haben würden sich abhalten lassen. Die anderen würden nach mehrmaliger Wiederholung der Vorgänge schon bei Erteilen des Fingerschnipsers anfangen zu lachen und Dopamin würde bereits bei Erteilen des aversiven Reizes ausgeschüttet.