Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Jo und wir müssten Stufe 4 hier machen. Und das will ich nicht. Die ersten drei funktionieren nicht.

    Es war nur ein Beispiel zur Verbildlichung. Es ist natürlich keine gute Idee so zu arbeiten, wer will schon dauernd an der Leine rumreissen, es ist ja auch für den HH nervig. Da würde ich dann andere Strategien anwenden, z.B. ein Kontakt-am-Bein-BeiFuss oder halt irgendwas anderes. Durch rumreissen an der Leine würde der Hund halt auch immer stumpfer.


    wir befinden uns immernoch im Bereich aversive Reize und Strafe - aber sind weit weg von Gewalt oder?

    Ja!!

    Beispiel meiner Schwester ihre Hündin (ja, die die mit den Eichenspinnerverletzungen) findet Halsbänder, Leinen, Geschirre aller Art extrem aversiv. Die lebt jetzt seit 1 Jahr bei meiner Schwester und das hat sich wenig geändert. Klar, es wurde besser, ging von Panik zu "normaler" Aversion. Aber doch, meine Schwester muss der Hündin "mit Gewalt" das Halsband an und ausziehen. Gewalt im Sinne von "ich will das nicht - du musst aber"


    Was zum Nachdenken:

    Kinder im Kindergarten kriegen immer einen Fingerschnipser an die Nase und dürfen danach auf die supergeile Hüpfburg. Aber, ohne Fingerschnipser keine Hüpfburg.

    Fingerschnipser an die Nase sind aversiv. Wer glaubt, dass die Kinder die Spass an der Hüpfburg haben sich durch den Fingerschnipser abhalten lassen würden? Nur die Kinder die keinen Spass an der Hüpfburg haben würden sich abhalten lassen. Die anderen würden nach mehrmaliger Wiederholung der Vorgänge schon bei Erteilen des Fingerschnipsers anfangen zu lachen und Dopamin würde bereits bei Erteilen des aversiven Reizes ausgeschüttet.

    Flummi, ich habe hier gar nichts unterstellt.

    2. Ja von mir aus ist Leinenruck aversiv.

    Und von mir aus kann Schimpfen auch aversiv sein, soll mir gleich sein.


    Aber was ist das denn ein Markerwort plus danach aversiver Reiz.

    Was soll ich mir denn da vorstellen?

    Beispiel:

    Langsam!! gefolgt von Leinenruck

    Korrekt angewendet: Langsaam!! Einunzwanzig... Leinenruck.


    LeinenRUCK


    Hund 1 braucht ein sanftes zuppeln, weil er die Leine und das Halsband an sich schon als aversiv empfindet (Tierschutzhund meiner Schwester)

    Hund 2 braucht ein deutlicheres zuppeln, zweimal zupp zupp

    Hund 3 braucht ein kräftiges zurückziehen der Leine mit Stehenbleiben

    Hund 4 braucht ein mit beiden Armen zurückreissen der Leine

    Hund 5 ........

    Hund 6.....


    ..... glaubt man nicht, dass es Hunde gibt, die so hart sind, dass eine Einwirkung jeglicher Art am Flachhalsband Null komma Null Wirkung hat?????

    Hülfe, ich habe einige Kommentare übersprungen, also sorry falls es schon jemand genannt hat.


    Erstmal die Begriffe klären:

    Was ist Strafe überhaupt? Strafe ist etwas was in der Konsequenz zum nachlassen, abnehmen eines Verhaltens führt. Sonst ist es keine Strafe. Wenn das Verhalten nach der Einwirkung nicht nachlässt, aufhört, ist die Einwirkung keine Strafe.


    Ich unterscheide zwischen Strafe und Korrektur.


    Strafe bezieht sich auf etwas was der Hund getan hat, also etwas, was man im Nachhinein abstellen will.


    Korrektur ist etwas was dem Hund einen Hinweis auf zukünftiges Verhalten geben soll, also wie sein Verhalten sich für die Zukunft ändern soll.


    "Aversiv" ist absolut und völlig subjektiv!!!!!! Das Vorenthalten eines Spielzeuges oder Leckerlis ist für viele Hunde aversiv. Beispiel: Ich habe mit dem kleinen Border Collie Mischling, den ich hatte, das kleine Leckerli Spiel gemacht, wo man ein Leckerli in der Hand hält und der Hund lernt, dass er das Leckerli erst bekommt wenn er nicht versucht es zu schnappen. Holla! In kürzester Zeit hatte ich einen Hund, der in die Vermeidung gekommen ist, nur weil ich die Hand zugemacht habe wenn er versucht hat es zu schnappen!!! Bei der Übung verwendet man keine Worte etc. !!!!


    All diese Schlagworte werden heute so herumgeschleudert und teilweise auch als Propaganda missbraucht. Man muss immer hinter die Kulisse schauen und sich genau informieren. Mein Motto ist immer "ah wirkliiiich!!?? Ist das sooo??!! Na wolln wir das doch mal prüfen!"

    Ja, wir müssten schon einen Rahmen stecken finde ich, sonst verliert es sich so. Grundsätzlich IGP/IBGH mit SD und Fährte, keine Alltagsprobleme. Es wird ja immer behauptet "auf den Hundeplatz gehen hilf nicht zur Alltagserziehung" aber ich behaupte "zu 80% schon" 8o (Trifft nicht auf Agility zu!)


    Natürlich ist es besser wenn man jemanden hat der filmt (oder auch nicht :D ) aber ein Kamerastandbein tuts auch. Man guckt vorher bisschen wo das Filmfeld endet, legt sich da einen Stein oder andere Markierung hin und dann hat man ein begrenztes Feld zur Verfügung. Das hilft auch bei Organisation und Übungsaufbau.


    Man kann Videos ziemlich gut gratis bearbeiten mit Andoid/iPhone Apps oder überträgt auf PC/Mac. Ich schneide die langwierigen Teile immer raus, also die Zeit nach Belohnung bis zum Wiederanfang und Anfang und Ende des Videos wo man die Kamera an und aus macht. Es gibt allerdings auch Fernbedienungen.


    Zur Zeit benutze ich die App ClipChamp von Microsoft, auf den Laptop übertragen kann man auf verschiedene Arten kabellos.

    Ich bin auch an den oben genannten Teilnehmern interessiert und einigen wo ich mich erinnere ab nicht mehr weiss wie sie heissen. Bzw. weiss ich gar nicht ob die die ich meine überhaupt wieder mitmachen.


    Als Axel noch gesund war hatten wir mit 2 Trainingskumpels abgemacht in 2 Jahren auf der CACIT zu starten :D

    Also ich finde es auf jeden Fall eine gute Idee. Es bringt einen auch dazu, Trainings zu planen, zu filmen, zu dokumentieren. Die Scheu vor dem gesehen werden muss man halt ablegen aber wenn man sich vor Augen hält, dass das allermeiste was man im Internet sieht nur die rausgeschnibbelten pörfekt Moments sind und echte Trainingsstunden dauernd Fehler beinhalten, sollte das gehen.

    ohne leine Axman? Macht das axel als reaktiver dsh?

    Nein, mit Leine! Ohne mache ich aus Sicherheitsgründen nicht, alleine schon um auf der rechtlich sicheren Seite zu sein.

    Die beiden Hooligans die Axel neulich angemacht haben, haben heute mindestens noch 3 weitere, nicht reaktive Hunde aufgestachelt. Und Frauchen und Herrchen völlig entspannt und ahnungslos dass es IHRE Hunde sind, die das Verursachen! :rolleyes: :rolleyes:

    Von der Situation hätte ich gerne ein Video gehabt um zu sehen, ob Axel kurz vor dem Losschießen Deine Aufmerksamkeit gesucht hat. :)
    Du hattest Deinen Fokus auf dem Gespräch mit Deiner Freundin und so wie Du es beschreibst, kam die Gefahr von hinten. Aus Axels Sicht könnte man die die Situation auch so sehen, das Du sie nicht unter Kontrolle hattest (damit meine ich die ankommende Gefahr der fremden Hunde), so hat er halt die Kontrolle und das Regeln übernommen.

    Oder wie ist normal der Ablauf, wenn ihr sonst auf andere Hunde trefft?

    Ich auch! ^^

    Ja, es ist exakt so wie du beschreibst. Bzw. weiss ich natürlich nicht ob Axel versucht hat mit mir Kontakt aufzunehmen oder ob er direkt wusste (wie jeder Mann) dass wenn die Alte quatscht ist sie eh "futsch". :D


    Normalerweise wenn Gegenverkehr kommt sage ich ihm er soll an meiner, dem anderen Hund gegenüberliegenden Seite, gehen, mit "bei mir" für Links und "rüber" für rechts. Dann verlange ich Leinenführigkeit an kurzer Leine, ein informelles Fuss.


    Wenn ich sehe, dass die Spannung recht hoch ist, weil der andere Hund vielleicht nicht ganz ruhig ist oder fixiert, sage ich zusätzlich "Lass den!"


    Wenn es irgendwie eng oder kompliziert ist, lege ich Axel hinter mir ins Platz, schlimmstenfalls lasse ich ihn einen imaginären GS verweisen.

    ich hab letztens mal davon gehört, dass sich ipg sportler zusammengetan und ein grundstück gepachtet haben und gemeinsam auf ihrem niveau trainieren. Dem verein gehören sie zwar noch an, wg den prüfungen, aber ansonsten trainieren sie auf ihrem grundstück.

    Finde ich eine echt gute idee.

    So läuft es bei uns.

    Oder jemand ist professioneller Hundetrainer und bietet Unterricht und zusätzlich eine IGP Gruppe. Also privat.

    Es gibt auch das Vereinsmodell aber es ist nicht so kompliziert, habe ich den Eindruck.

    Ich muss zur Zeit auch (mal wieder) schauen wo ich bleibe und wie ich auf ein akzeptables Trainingspensum mit Helfer und Gruppe für UO komme.

    Axman kein Thema, nur mich stören diese die Positiv arbeitende Seite kann dies und das nicht, oder Verweise auf Rütter.

    Wohingegen die strafende Seite natürlich alles kann.

    Ich finde die strenge Trennung von beidem nicht korrekt. Es ist eher wie Jacky0815 schrieb, auch die die "Strafe benutzen" trainieren üblicherweise auch mit einem grossen Umfang an Belohnung. Das heisst, denen stehen dadurch mehr Möglichkeiten zur Verfügung.


    Die "rein positiv arbeitende Seite" ist in der Tat eingeschränkt. Es ist wie wenn, sagen wir mal beim Fussball, es Vorschrift wäre, dass bestimmte Spieler nur mit 1 Fuss schiessen dürfen und auch nicht mit dem Kopf, die müssten sich auf einen Fuss festlegen und dürften den jeweils anderen Fuss nicht verwenden und auch nicht den Kopf.


    Fussball spielen können die dadurch trotzdem noch und sogar sehr gut, mancher vielleicht sogar besser als die "uneingeschränkten Spieler", je nach Fertigkeit des individuellen Spielers ist es halt aber schon eine gewisse Einschränkung. Wie gesagt, besondere Geschicklichkeit, Technik und Spielintelligenz können einiges wett machen und sogar besser oder gleich mit uneingeschränkten Spielern sein aber es ist grundsätzlich eine Einschränkung.


    Die Schere von was mit "rein positiv" möglich ist zu was mit "vollumfänglichem" Training möglich ist, geht immer weiter auseinander, je komplizierter die zu lösende Aufgabe/Situation ist und je schwieriger der Hund ist.

    Ah, ich kenne noch jemanden, dessen Trainingsgruppe mehr als 300km entfernt war. Der wohnt in Madrid und ist alle 2 Wochen zu Marcos Ferré zum trainieren gefahren. Dieser jemand hat sich 2023 für die WUSV qualifiziert und wurde 11. er.