Alles anzeigenDas Thema begann ja mit Otto-Normalo, der die Grundlagen für den Umgang mit seinem Hund und seiner Umgebung nicht kennt.
Erfahrene Hundesportler fallen für mich da in eine ganz andere Kategorie.
Bei denen sind in meinem Empfinden die Schwerpunkte oft einfach ganz andere.
Denn wenn ich hier lese, wieviel Zeit, Geld und Akribie in die korrekte Ausführung von Fährte, IGP & Co. gesteckt wird, kann die Alltagstauglichkeit einfach in dem Maße gar nicht trainiert werden - Achtung, bevor hier jetzt wieder welche auf die Barrikaden springen - wie es bei den 4000V Raketen vielleicht notwendig wäre.
Also bleibt was auf der Strecke...oder man arbeitet nucht, ist Privatier und erschafft den perfekten Hund
Jein.
Wir sagten ja "Kompetenz des Hundehalters" ist das A und O. Demzufolge sollte es reichen, wenn jemand erkennen kann "mein Hund verträgt sich nicht mit anderen Hunden, also muss er an der Leine gehen" oder "mein Hund ist ein Pöbler, also muss ich zusehen, dass er andere nicht belästigen kann" oder "mein Hund mag keine Kinder, also gehe ich nicht an Spielplätzen vorbei und mein Hund trägt Maulkorb" oder "mein Hund jagt, also geht er an der Leine wenn ich in Waldnähe bin".
Aus meiner Sicht geht es nicht darum lauter perfekte Hunde zu erschaffen, sondern zu wissen wie man mit unperfekten Hunden umgeht, wie man vorsorgt und Probleme verhindert. Wie man seinen eigenen Hund und dessen Verhalten einstuft und dann entsprechend handeln kann.
Um Schulung und Ausbildung des Hundes geht es, mMn erst im nächsten Schritt.
Zum Thema Hundesportler:
Es ist für mich immer erfrischend, unter Hundesportlern (nicht Agility) und deren Hunden zu sein. Man muss nie befürchten, dass die ihre Hunde rumrennen lassen wo es nicht angebracht ist, ohne Erlaubnis jemandens Welpen knuddeln, sich doof runterbeugen und dem Hund das Gesicht vor die Schnauze halten, Hunde die sich nicht kennen auf gut Glück zusammenlassen usw usw.
Also doch, die im Hundesport erworbenen Kompetenzen helfen durchaus dabei, den eigenen und anderer Leute Hund besser einschätzen zu können und keinen Blödsinn zu machen.