Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Das Tolle ist doch, wenn du den Hundeführerschein brav gemacht hast und dann dein 21kg-Hundi einen Jogger an der Wade bremst, kannst du immerhin sagen "aber ich hab nen Hundeführerschein also ist mein Hund brav, ich kanns beweisen".


    Ich würde immer noch an der BH-VT festhalten und die für alle vorschreiben aber es gibt ein weiteres Problem. Das Alter des Hundes und wann man in dessen Besitz gekommen ist. Würde man dann sagen "bis 18 Monate muss die Prüfung abgelegt sein"? Und da war ich jetzt schon grosszügig. Also müsste man einen Sachkundenachweis vorschalten und dann mit einer weiteren Prüfung vervollständigen?


    Es gäbe sicherlich viele Leute mit Tierheim- oder sonstigen irgendwie gesammelten Hunden, die im Leben keine Prüfung mit dem Tier bestehen würden. Aber gut, vielleicht ist die Idee ja auch, dass sich die Leute dann keine Hunde mehr anschaffen mit denen man solche Prüfungen nicht bestehen KANN. Wo lässt das dann diese Hunde?


    Je mehr ich drüber nachdenke, desto unmöglicher wird so ein Führerschein, sollte er denn wirklich dazu dienen eine Verbesserung in irgendeiner Weise herbeizuführen.


    Wie wir schon mehrfach festgestellt haben, nur eine politische Augenwischerei und Geld das in irgendwelche Kassen geht.

    Der Lotte geht es besser! :)


    Die Strategie, die meine Schwester und ich ausklamüsert haben wurde ja von der Klinik "versuchsweise" angenommen. Lotte bekam die Ohren verbunden und alle 3 Tage mit Sedierung bei der Haustierärztin eine Reinigung und Desinfektion des Ohreninnenraums und frischen Verband.


    Meine Schwester musste nur 2x diese Prozedur bei der Haustierärztin machen, da Lotte sich so schnell erholte und meine Schwester die gesamte Behandlung ohne Sedierung zu Hause machen konnte.


    Alles heilt jetzt gut ab, die blumenkohlartigen blutigen Wucherungen und Fetzen an den Ohren sind sehr schnell zurückgegangen. Es bleibt nur noch ein leicht blutiger Rand an den Schnittstellen der Ohren.


    Lotte ist viel fröhlicher und kann sogar schon wieder Gassi gehen.


    Sie bekommt immer noch die Medikation aber insgesamt ist sie auf dem Weg der Besserung.


    Natürlich muss man wohl noch absehen, was passiert, wenn man das Cortison etc absetzt, so sind jedenfalls meine Gedanken.


    Erwähnen muss ich unbedingt noch, dass die Haustierärztin eine gute Seele war und sogar am Abend noch nach Dienstschluss sich um Lotte gekümmert hat und meine Schwester reinbestellt hat oder telefoniert hat.

    Ich glaube Hunde sind eher kurzsichtig also sollten sie schon sehen können, was sich in der Nähe befindet. Vielleicht auch, wenn es sehr nah ist und sie es dann nicht mit beiden Augen sehen, sondern nur mit jeweils dem Auge auf der Seite der Wildspuren, wenn die z.B. seitlich der Fährte verlaufen, dann kann ich mir vorstellen, dass das irritierend oder interessant für den Hund ist.


    Man hat ja beim Fährte beibringen auch immer die Sorge, dass Hunde "auf Sicht" fährten lernen, wenn sie Spuren sehen. Tatsächlich gehen die meisten Hunde erstmal auf Sicht, wenn sie nicht gerade sehr Nasentalentiert sind. Die suchen dann die sichtbaren Futterstückchen. Total kacke. Das kann man verhindern, wenn man die Möglichkeit hat Hunde auf Wiese zu starten, weil das Futter meist einfach nicht sichtbar ist. Aber doch, ich kann bestätigen, dass Hunde durchaus Futterstückchen, die sehr nahe sind auch SEHEN können wenn sie den Kopf nicht heben.

    Wahnsinn!! Das klingt irre spannend und abenteuerlich!! Einfach bombig, wie Ero das ritterlich durchgezogen hat!!

    Ich könnte mir vorstellen, dass wenn sie die Tierspuren auch sehen, sind halt einfach 2 Sinne aktiviert und dann wirkt das stärker?

    :) <3

    Ich glaube, wo wir hier alle reintappen ist auf der einen Seite, das was wir uns wünschen und auf der anderen Seite das, was wir wissen, was erfahrungsgemäss wirklich "relevant" in der Öffentlichkeit ist. Zumindest für die, die die Entscheidungen treffen.


    Da die Mehrheit Kleinhundehalter sind, die alle auf grosse Hunde verzichten können und die alle Angst vor grossen Hunden haben, ist es nunmal das Leichteste, grosse Hunde und deren Halter mit Pflichten zu belegen, dann gibt es die wenigste Gegenwehr und die Meisten sind zufrieden.


    Ob kleine Hunde auch Kleinkinder oder Babys beissen, ist für uns relevant, aber am Ende schlicht nicht ausreichend dramatisch. (nicht meine Meinung!)

    Ja, ich erinnere mich an fiese Bisse ins Gesicht eines Kleinkindes durch den hauseigenen Border Collie.


    Ein weiteres Kind, hat beinahe einen Finger verloren. Ebenfalls Border Collie (ein anderer)


    Eine Frau wurde von ihrem jungen Podenco dermaßen in die Wade gebissen, dass es genäht werden musste.


    Aber es geht nicht nur ums beissen, finde ich, sondern auch um ein vernünftiges Miteinander auf den Straßen unter Hundeleuten und in der Gesellschaft.


    Und kleine Hunde können auch Auto- und Fahrradunfälle o. Ä. verursachen und nicht zuletzt sollte es ja auch dem Wohl der Hunde selbst dienen.

    Deshalb das völlig misslungene Gesetz, dass Welpen 16 Wochen alt sein müssen um über die Grenze zu kommen. Sollte eigentlich den illegalen Welpenhandel aus o.g. Ländern stoppen, statt dessen werden die Käufer von gut gezüchteten Hunden ausgebremst.

    Wie immer bei Gesetzen die aus rein politischen Gründen verhängt werden. Das gesamte Thema Hund ist davon schwer betroffen weil es sich so schön für politische Zwecke missbrauchen lässt.

    Ja, bei weiterem Nachdenken fiel mir ein, während ich und die meisten angehenden IGPler eine BH mit Würde bestehen wollen, ist es im Gegensatz dazu den Haus- oder Ausstellungshundehaltern völlig egal, wie der Hund da durchgeschleift wird also hat so gesehen die BH wohl nicht den Wert den ich ihr anfangs gegeben habe.


    Während die einen die BH als kleine Prüfungssituation nutzen und den Hund darauf vorbereiten, auch eine ansehnliche Freifolge und Positionen haben wollen, machen die anderen es halt "irgendwie", Hauptsache der Hund haut nicht komplett ab oder kommt wenigstens wieder, bei der Freifolge.


    Meine Fehleinschätzung lag daran, dass ich die BH bisher immer nur mit IGPlern gesehen habe, das andere kenne ich nur vom Hörensagen. Aber auch da schien mir, dass die meisten mehr als 2 bis 3 Wochenenden geübt hatten.

    Hier habe ich mir selbst wiedersprochen, denn ich meinte ja vorher, dass es nicht auf die UO Leistung ankommt, sondern den gesamten Einsatz und Aufwand, den ein Hundehalter betreiben muss um ein bestimmtes Zertifikat zu erhalten.


    Deshalb, doch, die Begleithundprüfung wäre wohl eine geeignete Prüfung um auch als Hundeführerschein zu taugen. Es wäre einfach, vielleicht den einen oder anderen Punkt anzupassen eine Kleinigkeit hinzuzufügen, wie z.B. den einen oder anderen Vortrag durch den Trainer aber meiner Erfahrung nach, wenn HH erstmal in einem Kurs auftauchen, kriegen die den Mund vor lauter Fragen gar nicht mehr zu.