Zweiter Gedanke: was die Motivation (Beute, Aggression) anbelangt immer "gegen" den Hund, bzw. seine Erwartung arbeiten, damit es sich möglichst die Waage hält. Einen extremen Beutetiger würden wir jetzt nicht unbedingt zu viel in der Beute arbeiten und bestätigen, sondern auch in der Aggression fördern und in Folge dessen eben auch das Triebziel "Ruhe" einführen. Umgekehrt, beim ernsten Hund, der eh schon von sich aus mehr in der Aggression steht, mehr im Beutebereich arbeiten... (drum muss Ero manchmal eben doch "schlechte Tauschgeschäfte" eingehen.
Ja, mittlerweile hab ich natürlich herausgefunden, was damit bezweckt werden soll aber ich denke es ist wie immer "kommt auf den Hund an". Oft werden die Dinge einfach gemacht, weil man es halt macht, ohne zu überlegen ob es jetzt für DEN Hund eigentlich passt oder ob vielleicht was anderes besser wäre.
Ich mache mit Alma auch beides aber bei meinen beiden, Alma und Axel war halt das Halten des Beissarmes in sofern kontraproduktiv, weil die dann anfangen zu kauen oder gatschen. Beide haben kein grosses Interesse an toter Beute. Ich weiss ich weiss, Hund soll auch Interesse an toter Beute haben, aber wenn ers halt nicht hat, dann müsste man es umständlich aufbauen und da die Übung als solche in der Prüfung NIE vorkommt, empfand ich, dass sie nicht einen so tollen Nutzen hat, dass man es unbedingt machen MUSS. Deshalb will ich meinen Hunden den Beissarm gar nicht erst überlassen. Alma will ihn nicht mal bis zum Auto tragen oder damit rumlaufen! Also warum sollte ich mir und dem Hund damit Stress machen eine Übung unbedingt zu machen, deren Nutzen man auch auf andere Art ersetzen kann?
Vielleicht ist die Übung für meinen nächsten Hund total super!? Ich werde mich nie davor verschliessen.
Ich verstehe auch, dass man hier für ein AUS mit negativer Verstärkung profitieren kann, das Konzept kann später der Helfer beim Aus am Helfer nutzen (Halsbanddruck).