Axman
  • aus Spanien
  • Mitglied seit 13. Januar 2022

Beiträge von Axman

    Haben die meisten DSH deiner Meinung nach auch keinen

    Ich weiss worauf du ansprichst. Teile des Hütens und Beutetrieb sind Teile aus der Jagdsequenz. Aber das bedeutet nicht, dass der DSH einen angeborenen Jagdtrieb hat in dem Sinne hat. Bzw. nicht haben sollte und das nicht Bestandteil von Zuchtkriterien ist.


    Jagdtrieb ist aus Eigenantrieb heraus das Auffinden-wollen, das aktive Suchen nach Wild.

    Beutetrieb ist der Teil aus der Jagdsequenz wo es um das Verfolgen und Greifen der sichtbaren Beute geht, nicht aber das davor erforderliche Ausfindigmachen


    Natürlich gibt es einzelne DSH bei denen sogar Jagdtrieb vorhanden ist und die von Natur aus, ohne dass sie je einen Hasen oder sonstiges gesehen haben, aktiv danach suchen. Genauso wie es Border Collies mit ausreichen Aggressionsverhalten für IGP gibt.


    Dennoch: Beutetrieb ist nicht gleich Jagdtrieb, die haben miteinander zu tun aber ein Hund mit grossem Beutetrieb hat noch lange keinen Jagdtrieb. Hab ich mir nicht ausgedacht.


    Viele DSH jagen weil es ein erlerntes Verhalten ist, durch Verkettung verschiedener Umstände erlernt.

    Thomas Baumann hat eine Videoreihe gestartet über Aggression und Aggressionsverhalten.


    Ich finde das sehr interessant, schaut doch mal rein und schreibt was ihr so seht und denkt. :)


    Die Videos mit dem dominanten Pablo sind beeindruckend, mamma mia. Man fragt sich, warum das so wichtig für diesen Hund zu sein scheint.


    Und das neue Video über aggressive Hunde im Tierheim zeigt, aus meiner Sicht jedenfalls, dass bei den meisten Hunden wenig dahintersteckt. Meist nur Unsicherheit und Angst. Passt gut zu was wir gerade besprochen haben, weil Baumann schreibt, dass er Schulungen in Tierheimen gibt.


    Thomas Baumann
    www.youtube.com

    Die Diskussion sollte sich aber jetzt nicht wieder dahingehend etnwickeln, das man die einzelnen Gruppen (IGP´ler, Tierheim-Mitarbeiter, usw.) gegeneinander stellt.

    Da wird es gute Beispiele und schlechte Erfahrungen aus jeder Gruppierung geben, die man anführen kann.

    Danke, genau so sehe ich das auch! Das geht total am Thema vorbei wobei ich die IGPler garantiert nicht in Schutz nehmen will 8o


    Ich will allerdings nicht weiter auf den Tierheimleuten rumhacken. Vielleicht sehe ich es einfach falsch, vielleicht ist es in der Realität nicht anders möglich und das was ich mir vorstelle ist reines Wunschdenken? Mir fällt auf, dass ich womöglich ungerecht bin und Forderungen stelle an Leute deren Arbeitsfeld ich zugegebenermassen nicht genug kenne.

    Genau. Und wenn ich eine Wanderung mache und nach 4-6h Marsch in der Hütte einkehre schick ich derweil die Hunde draußen mit den Kühen spielen. Oder statt im Strandpavillion gemütlich unterm Tisch zu mützeln (versorgt mit Wasser und Keks) bind ich die Hunde draußen an?

    Ist ja in Ordnung wenn Deine Lebensrealtität das nicht vorsieht, bei anderen kommt es vor.


    Und da sind wir gleich beim Punkt den ich einwerfen möchte - die Definition von Alltagstauglichkeit. Jemand der mit seinem Partner allein am Land lebt, die Hunde in Feld und Flur ausführt wo man zweimal im Jahr anderen Hunden begegnet aber vielleicht viel Wild hat, der wird ganz andere Ansprüche haben als eine Familie die in einer Stadtwohnung wohnt, der Hund mit Mama ins Büro mitgeht, Kinder ein und ausgehen und man täglich zig andere Hunde trifft.

    Ja, bei uns gibt es vor den netten Restaurants draussen einen Haken zum Hunde anbinden. Hunde dürfen nicht ins Restaurant und nicht in die Strandbar/pavillion und nicht in öffentliche Verkehrsmittel ^^


    Also ja, ich stimme dem zu, eines jeden Anspruch an "Alltagstauglichkeit" ist seeehr individuell. Das tolle an Hunden ist, dass sie sehr anpassungsfähig sind. Das spräche auch wieder für einen möglichst jungen Hund. Einen jungen Hund von Anfang an einfach mitschleppen zu allem was man so treibt und man kriegt den besten Alltagsbegleiter.


    Ich denke dauernd, eine Hündin wie meine Alma wäre genau was für dich 5moony . Die hat gute Nerven, ist ausgeglichen, Hunde, Menschen und Kinderverträglich und wenn man nichts mit ihr macht, ist sie ruhig und genügsam. Unter der Haube hat sie jedoch ordentlich Trieb. Die Haube muss man aber erst aufmachen! Total super! Haube auf: Hund arbeitet spritzig und geht ran an den Braten. Haube zu: Hund braucht nur bisschen Garten oder Gassigehen in dem Ausmass wie ein Labbi oder Goldi. Ausserdem eine handliche Grösse von knapp unter 30kg. (äh nein, ich will sie nicht hergeben! 8o War nur als Beispiel gemeint, wie ich mir vorstelle dass ein optimaler Hund für dich wäre)

    Okay, Basiserziehung, na gut denn.

    Ich hab doch nix gegen Klickertraining. Ich liebe Klickertraining. Ich wollte damit sagen, dass es leider professionell mit Hunden arbeitende Leute gibt (Tierheimmitarbeiter) die nicht (mal) wissen wie Klickertraining funktioniert.


    Ich glaube halt, dass mit vernünftigem Training durch Personen die was davon verstehen, viel mehr Hunden geholfen werden könnte, so dass diese dann vermittelbar wären.


    Das ist super, wenn dem Tierheim ein Trainer zur Verfügung steht (wie viel wie lang wie oft?). Bei uns habe ich mitbekommen, dass von den Tierheimen teilweise erwartet wird, dass Hundetrainer gratis mit Tierheimhunden trainieren. Tatsächlich tun die das auch manchmal aber insgesamt kann sich, zumindest bei uns, ein Hundetrainer nicht leisten gratis zu arbeiten. Das ist wie mit den Veterinären.

    Kann der Züchter das Temperament der Welpen denn recht zuverlässig einschätzen? Oder ist es eher schwer kalkulierbar wie der Hund sich dann charakterlich entwickelt?

    Der Charakter ist ja ein Produkt aus Temperament und Umwelteinflüssen, also der Charakter entwickelt sich erst mit der Zeit den kann kein Züchter vorhersagen.


    Aber erfahrene Züchter, die die Linien ihrer Hunde gut kennen und vielleicht mit der entsprechenden Hündin schon gezüchtet haben oder sogar eine bestimmte Verpaarung schon gemacht haben, können recht gut einschätzen, welches Temperament die Kleinen haben.


    Das können allerdings die Züchter unter uns am besten beurteilen.

    Jo und wenn ich jetzt vom normalen Büro/ Therapiehund ausgehe, dann sind Retriever immer noch, die passendere Auswahl.


    Als Berufseinsteiger, würde ich lieber die Kröte schlucken. Den Hund zu wählen, der wirklich mit darf und evtl. Nicht meine erste Wahl wäre.

    Anders gesagt, in nettem GeierWally style,

    ein Labby entspricht nun einmal mehr diesen Kriterien als ein LZ dsh.

    Da stimme ich absolut zu!


    Es sein denn jemand ist wild auf Hundesport und plant, seine komplette Freizeit auf dem Hundeplatz und irgendwelchen Ackern und Feldern zu verbringen und mit anderen bekloppten Hundlern in jeder freien Minute über neue Bälle, Beisswürste, den furchtbaren Helfer von der Nachbar OG, die scheussliche Weste von XY, GRÖSSERE AUTOS wo vernünftige Hundeboxen reinpassen usw usw usw usw sich auszutauschen. :D :love:

    Mag sein, nur bist du keine Berufsanfängerin.

    Und wenn sich jemand schon solche Gedanken macht, sollte man das eher nicht als gegeben sehen.

    Mal davon abgesehen die Arbeitsbedingungen in Deutschland verändern sich gerade ziemlich.


    Und ein LZ dsh ist nun ein mal ein Gebrauchshund, auch mit Schutztrieb, oder Artgenossen Aggression, als denkbare Szenarien.

    Und das als Berufseinsteigerin händeln!

    Naja, wir wissen nicht um welchen Beruf es sich handelt und die Drumherum-Bedingungen klingen ziemlich gut. Hier im Forum haben wir (mindestens) ein gutes Beispiel, dass ein LZ DSH sogar als Ersthund geeignet sein kann, wenn man es vernüftig anstellt. ;) (Sogar wenn besagter Hund aus einem Formel 1 Rennstall stammt :D ;) <3 )

    Hallo herzlich willkommen!!! <3 <3 :)


    Ja, das kann man so sagen, dass es sehr auf den individuellen Hund ankommt. Man kann nicht pauschal sagen "LZ DSHs sind nicht als Alltagshunde geeignet". Man kann allenfalls sagen "die Wahrscheinlichkeit, dass ein LZ DSH triebiger ist oder zu Reaktivität neigt ist etwas grösser"


    Wenn man sich vernünftig orientiert, wie du es offenbar schon begonnen hast, gute Züchter kontaktiert, erklärt was man dem Hund bieten kann und wie der Hund daher sein sollte, kann man sicherlich einen passenden Hund unter LZies finden.


    Einen nicht mehr ganz so jungen Hund zu nehmen ist natürlich eine gute Option, dann weiss man schon wie das Temperament des Tieres ist und hat kein Ü-Ei.

    Natürlich besitzen viele Mitarbeiter in Tierheimen wenig (vor allem praktische) Erfahrung in speziellen Ausbildungsbereichen wie z.B. dem IGP-Sport. Aber heutzutage kann man wirklich nicht mehr behaupten dass Tierheimpersonal üblicherweise keine "Basisahung" von Hundeausbildung und -erziehung besitzt.

    Okay. Dann wissen sie wahrscheinlich wie Klickertraining funktioniert. Meine Tierschutzbekannte erzählte mir neulich auch, dass sie weiss wie das geht "ja, meine Hunde kommen immer her wenn ich klicke". :rolleyes: :rolleyes:


    Ich habe ja erzählt, von dem Malinois den wir abgeholt haben und den meine ehem. Trainingskameradin adoptiert hat. Das hat nur funktioniert, weil es nicht offiziell über den Tierschutz lief. Unkompliziert, der Hund hat jetzt ein traumhaftes Zuhause.


    Das Glück des nächsten Malinois, den meine Tierschutzbekannte mir geschickt hat (also Bilder von ihm), damit ich ihn in meinen Kreisen vermitteln kann, ist daran gescheitert, dass die Interessenten ein langes Formular hätten ausfüllen sollen, mit Angaben, die meiner Meinung nach einen Adoptionsinteressenten definitiv davon abhalten einen Hund aus dem Tierheim aufzunehmen wenn es viel einfacher ist an einen Hund aus dem Internet zu kommen, sogar an Rassehunde.


    Das hat mich so geärgert. Der junge Malinois hätte ein Zuhause bei Leuten mit Pferden haben können, die zuvor schon Malinois hatten, ein riesiges eigenes Gelände etc etc und noch dazu Bekannte meiner Trainingskameradin sind, die die schon lange kennt und weiss, dass ein Hund dort in guten Händen gewesen wäre.


    Ich habe mit meiner Tierschutzbekannten darüber diskutiert und sie meinte "naja, wir müssen das halt absichern, dass die Leute nicht eine Allergie haben und dann den Hunde abgeben". Ich sagte "Leute kriegen ständig in jedem Alter plötzlich eine Allergie, wie willst du das absichern?"

    Sie: "Die müssen einen guten Job haben und gut verdienen, damit sie Tierarztkosten für den Hund zahlen können" . Ich: "Leute verlieren ständig ihren Job unvorhergesehen, sogar an vermeintlich top sicheren Arbeitsplätzen"

    Sie: "Die müssen gesund und fit sein, damit sie den Hund regelmässig spazieren führen können und ihn versorgen können". Ich: "Meine Geschichte muss ich dir wohl nicht erzählen, dass ich von heute auf morgen nicht mehr gehen konnte. Jahrelang."

    Ich weiterhin: "Leute die ich kenne haben einfach so plötzlich Krebs bekommen oder andere Krankheiten und der Hund von denen stand plötzlich ohne Versorger da. Leute sind plötzlich einfach gestorben!! Wie willst du das absichern?? Das ist doch krampf! Es dient nur dazu um Leute abzuschrecken und sich Hunde von woanders zu besorgen. Man kann Leben nicht absichern, nicht für Erwachsene, nicht für Kinder und schon gar nicht für Tiere! Warum sprichst du nicht mit den Leuten und gehst alle diese Punkte mündlich mit ihnen durch, in einer aufklärenden und informativen Art und Weise? Das wäre viel positiver und würde vielleicht dazu führen, dass sich Leute in komplizierten Situationen wieder an dich als Ansprechpartner wenden!"


    So waren meine Worte. Aber nein. Der junge Malinois ist immer noch im Tierheim. Könnt mich so aufregen.