Pepper
  • Mitglied seit 5. Januar 2022

Beiträge von Pepper

    Pepper wieso Mondioring?

    Bezogen auf den Input von ECA :

    Es gibt viele Hunde, die, so lange sie noch Halli Galli Drecksauparty spielen können, einen recht eindrucksvollen SD abliefern, aber bei denen, sobald der Gehorsam drauf kommt, nicht mehr viel davon übrigbleibt, teilweise sogar so wenig, dass es fraglich ist, ob es noch für ne Prüfung reicht.

    Ich hab Mondioring als "die hohe Schule der Kontrolle in absolut hohen Trieblagen" verstanden.

    Es gibt viele Hunde, die, so lange sie noch Halli Galli Drecksauparty spielen können, einen recht eindrucksvollen SD abliefern, aber bei denen, sobald der Gehorsam drauf kommt, nicht mehr viel davon übrigbleibt, teilweise sogar so wenig, dass es fraglich ist, ob es noch für ne Prüfung reicht.

    Dann wären Hunde, die im Modioring erfolgreich sind, die mit der wünschenswertesten Veranlagung?

    Ob das überhaupt realistisch ist, so ein Zuchtziel

    Auf jeden Fall wird es anspruchsvoller für die Züchter und es würde vermutlich mehr "Ausschuss" geben, weil die Selektion anspruchsvoller ist?


    Die Erklärung ist einfach:

    In Spanien schaut der Richter (die meisten) in IGP1 als erstes auf die Qualität des Hundes. Die Kontrolle/Ausbildung/Trainingsstand ist erstmal zweitrangig und es werden deshalb grosszügig Augen zugedrückt, wenn klar zu erkennen ist, dass der Hund gute Qualitäten für den Schutzdienst hat.


    Für mich macht das eigentlich irgendwie Sinn. Wenn der Hund noch frisch und unverpackt durch Training ist, kann man am besten beurteilen wie seine natürlichen Veranlagungen sind.

    Wenn die Prüfungsordnung in Spanien das hergibt. Wenn nicht, und es einfach eine nationale Geflogenheit ist die sich da etabliert hat, dann sind IGP1 in Spanien und IGP1 in Deutschland/Schweiz nicht vergleichbar und ich kann die Reaktionen der Gäste verstehen.

    Diese Diskussion gibt es immer wieder.

    Das große Problem ist, das man mit einem Hund, der die in dem Artikel beschriebenen Eigenschaften mitbringt, heute auf großen Prüfungen keinen Blumentopf mehr gewinnen kann.

    Von Sportlern bevorzugt werden Hunde, die nervlich so angerissen sind, das sie im Konflikt aktiv werden. Das macht die Ausbildung leichter und die Hunde zeigen mehr "Ausdruck" in der Unterordnung. Im Schutzdienst werden die damit einhergehenden Schwächen ebenfalls durch die angerissenen Nerven und geschickte Ausbildung kaschiert.

    Wenn dann aber diese Hunde immer weiter miteinander verpaart werden, kippt das ganze und man bekommt immer mehr extrem nervenschwache Hunde, für die das Leben als solches schon ein Problem darstellt und die für den Sport, geschweige denn Dienst, nicht zu gebrauchen sind.

    Dazu kommt der Trend zur Ausbildung rein über positive Verstärkung. Das ist mit einem nervenstarken, harten Hund mit Kampfgeist utopisch. Dabei meine ich nicht, das diese Hunde nur mit Starkzwang auszubilden sind, aber um positive Strafe kommt man nicht herum.

    Dann kommen diese (Fehl-)Anreize aus dem Sport selbst?
    Das erinnert ja fast an die Hochzucht, bei denen zwar die prämiertesten Exemplare 5-jährig kaum noch laufen konnten, aber am Markt horrende Preise erzielten.


    Also auch hier: Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

    Aber sie darf bei unverbesserlichen, distanzlosen Tut-Nixen ihre Bürste stellen und durchaus auch knurren ... denn der Tut-Nix will ja nichts von MIR.

    Was die Abwehr des Tut-Nixes angeht, der dennoch unbelehrbar ist: die übernehme ich ... ist zwar nicht unbedingt angenehmer für den Tut-Nix, aber der bleibt dann wenigstens an einem Stück

    Wir sind da komplett auf einer Linie. Genau das habe ich zum wiederholten Male geschrieben.👍

    Hinzufüg: falls du ggf meinst, dass Amalou bei Hundebegegnungen in der Leine hängt wie ein Flugdrache: weit gefehlt.

    Nein, hab ich so nicht gesagt und auch nicht gemeint.

    Konsequenz für Pepper und mich? Welche meinst Du?


    Nein, ich verstehe Deinen Punkt, nur drehen wir uns in Kreis. Ich hab Dir oben ja schon zugestimmt, nur sprechen wir auch von verschiedenen Dingen.


    Es gibt verschiedene Philosophien und Haltungen.

    Pepper und ich sind aneinander gewachsen und Du hast recht, beim nächsten Hund wird es vermutlich anders laufen (müssen), weil der Hund anders sein wird.

    Also, alles gut. Ich bin gespannt weiter von Amalou zu hören und wie sie sich entwickelt.

    Der Vogel mit seiner Teletac-Dauerwerbesendung wird mir grad auch dauernd angezeigt. Also bevor mein Hund SO neben mir herläuft, mach ich dann doch lieber ne Leine dran

    Naja, wel Du ja immer Extrembeispiele beschreibst: Hier siehst Du die reaktiven Triebbolzen. Da kommt man mit Tierschutz konformen Mitteln dann auch an die Grenzen des Möglichen.

    Ich hätte diese Hunde gerne VOR der Ausbildung gesehen, und wie Du dann mit so einem Hund an der Leine durch die Stadt gehst. :)

    Ich werde dazu mal einen Hundetrainer befragen, der Pepper von kleininauf kennt und den wir konsultiert hatten, als Pepper jeden Hund anknurrte.


    Und nochmal: Pepper ist nicht "nett" und schon garnicht "everybodies darling".

    Das war er auch noch nie.

    Aber als ich hier mal beschrieben habe, das er keine anderen Hunde anknurren, sprich seine Abneigung zum Ausdruck bringen darf, weil ich entscheide, wer sich in unserem Umfeld gefahrlos aufhalten darf und wer nicht, da hieß es: Der Hund darf nicht Hund sein und seinen natürlichen Abneigungen folgen!

    Stimmt, darf er nicht. Der Hund entscheidet bei mir nicht, mit wem ich zusammenstehe und mich unterhalte.

    Entscheiden kann er in Rumänien als Straßenhund, nicht hier bei mir in meinem Leben.

    Dafür gebe ich ihm mein Schutzversprechen. Und ich kann nur hoffen das ich das weiterhin hinbekommen, denn

    sonst verliere ich seine Gefolgschaft.


    Ero ist cool genug, um von sich aus nix anzuzetteln, aber Frechheiten gefällen lässt er sich genauso wenig.


    Das ist ja auch völlig ok so und ich bin mir ziemlich sicher, das Du Ero aus einer Situation abrufen könntest, bevor er

    das große Besteck rausholen "MUSS". Das meine ich auch mit Schutzversprechen.

    Du holst ihn da raus, damit er das nicht regeln muss.

    Und mal ganz ehrlich und ohne deinen Pepper in irgendeiner Form abwerten zu wollen -denn für dich ist es ja in jeder Hinsicht ein passender und toller Begleiter- : es gibt wahrscheinlich Gründe, weshalb einige Schäferhunde eben keine Papiere, Arbeitsprüfungen etc haben und ich denke du kannst dir nur schwer vorstellen was es bedeutet gewisse Trieblagen bei einem solchen Hund zu händeln.

    Ich kann mir das inzwischen, auch durch Kommentare von euch hier, sehr gut vorstellen.

    Das sind Spezialisten, die eines besonderen Handlings bedürfen.


    Ich würde nicht mit so einem Hund durchs Leben gehen wollen, aber wer das möchte, der muss auch die Konsequenzen tragen. Dann geht man halt morgens um 4 mit dem Hund, weil es ab 8 Tutnixe regnet.

    Einen Vollblut Araber kann ich vermutlich auch nicht zum Grasen auf eine Wiese an einer Bundestraße stellen.


    Und wenn jemand sagt, Pepper ist eine Niete als DSH, dann ist das möglicherweise aus seiner Sicht richtig, wenn er

    seine persönlichen (Schutz- oder Hundesport) Maßstäbe anlegt.
    Ich glaube aber auch, das man aus Pepper einen anderen Hund hätte machen "können".


    Beachtet die Körpersprache der Hunde

    Meinst Du sie meiden? Oder ist es Respekt?


    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne Ihre Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklären Sie sich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.


    Wuesti Sowas wie die Situation in der Fußgängerzone ist Pepper nie passiert. Davor habe ich ihn ja beschützen können. :)


    Ich wiederhole das nochmal abschließend: Pepper soll und will nicht mit anderen Hunden spielen. Hündinnen mag er naturgemäß, lässt sie aber auch wenn sie zickig sind.

    Junge Rüden, die sich nicht adäquat sprich respektvoll in seiner Nähe verhalten, versucht er zu erziehen und ihnen respekt beizubringen, wenn ich das zulasse. So etwas spreche ich aber immer vorher mit dem jeweiligen Besitzer ab und hab ein wachsames Auge drauf um im Zweifel einzuschreiten.

    Das geht nur weil Pepper mich respektiert. Und ich maße mir das nicht an. MIt den normalen Haushunden die wir treffen kann ich das inzwischen. Ist ja auch grunsätzlich nicht so schwierig.


    Mit anderen Gebrauchshunden würde ich das nicht wagen...!

    Und jetzt schreibst du, wenn ein Hund ohne Leine daher geschissen kommst, leinst du Pepper ab und lässt ihn machen (also regelt dann ja doch er)?

    Nein, ich regel das schon und stelle mich zwischen meinen Hund und den ankommenden Tutnix. Nur brauche ich dazu beide Hände und nicht noch meinen Hund an der Leine in der Hand.

    Und ich möchte auch, das auch mein Hund Bewegungsfreiheit hat, sollte ich es nicht schaffen, den anderen Hund fern zu halten. Es geht hier auch eher darum das mein Hund ein Kommando bekommt (sofern Zeit ist) sich rauszuhalten und sieht, das ich mich kümmere. Einfach um es zu lernen.

    Das "Bleib" muss natürlich vorher implementiert sein.


    Am Ende zählt aber halt doch tatsächlich die Genetik, das Temperament etwaige Erfahrungen in Schlüsselalter eine so grosse Rolle, dass man einfach nicht sagen kann: SO muss man es machen, dann funktioniert es mit jedem Hund. Ist einfach so.

    Und genau das maße ich mir gar nicht an, das unterstellst Du mir jetzt, oder?


    Aber vielleicht muss ich mich klarer ausdrücken, damit dieses Missverständnis nicht aufkommt.

    Wir sprechen hier doch im Grunde nur über einen Punkt, nämlich sozialverträgliche bzw. neutrale Hundebegegnungen.


    Und dazu gehören immer zwei Hunde, auch meiner. Wenn meiner entspannt ist, kann der andere noch so sehr in die Leine gehen und rumtosen.


    Meine Haltung ist, das ich alles dafür tue, das mein Hund alle möglichen Situationen kennenlernt.

    Nur so kann ich doch am Ende einen Hund bekommen, der sich gemäßigt/neutral bis freundlich verhält.


    Das Genetik/Veranlagungsargument spielt bei Allem mit, wird mir hier aber zu oft als Totschlag-Argument benutzt.

    Die Genetik und Veranlagung bestimmt den Perfektionsgrad in Verbindung mit dem Aufwand , den ich investieren muss. Aber lernen können unsere Hunde im Grunde doch alles.

    Und wir sprechen hier bei Hundebegegnungen von Sozialverhalten und Stellung des HH zum Hund. Nicht über Raketenwissenschaft.

    Wenn hier jemand sagt:"Pass auf Olli, wir haben Leinenpflicht und ich will keine Hunde an meinem Hund, Punkt!", dann ist das auch für mich völlig in Ordnung und er/sie hat auch recht.


    Ich persönlich halte in der Welt in der wir leben Hundebegegnungen für wichtig.

    Schäferhunde sind Rassisten, wenn sie das nicht frühzeitig lernen. Wie, darüber können wir freilich diskutieren.

    Aber hier bei jedem Kommentar von mir Bilder zu malen wie "Rippe bohrt sich durch die Lunge" usw., echt jetzt?


    Viele stellen das hier immer so dar, als hätten sie einen genetisch veranlagten Extrem-Hund (zumindest klingt es

    in der Zusammenfassung genau so), und weil das so ist geht das mit anderen Hunden nicht.


    Es ist so, wie Tay :

    Manche Leute sind da irgendwie empfindlich sich das einzugestehen.


    Ich für meinen Teil kann mir eingehstehen, das ich vom Thema Hundesport, Klicker-Techniken etc. überhaupt keinen Schimmer habe. Deshalb lese ich interessiert mit, halte mich aber raus und wenn, dann tue ich mein Staunen und meine Anerkennung kund.


    Aber meinen Hund kenne ich sehr genau und das nicht dadurch, das ich 30 Jahre Erfahrung mit Hunden habe, sonder die letzten drei Jahren bis auf wenige Tage jeden Tag 24h mit ihm zusammen bin. Er ist in jeder Situation an meiner Seite und ich kann und habe ihn sehr kleinteilig beobachten können.

    Das ist ein Geschenk und ich konnte viel lernen.

    Und wenn ich auf diesem Weg Dinge falsch gemacht habe oder falsch eingeschätzt habe, habe ich auch das hier kund getan.


    Ich frage euch ganz ehrlich. Wenn Tierschutzhunde, die keinen Hund an sich an sich ranlassen, ohne ihn zu verbeißen, wenn ein Mali in dieser HuTa von diesem YouToube Trainer (Name gerade entfallen) neutral mit 30 anderen Hunden durchs Gehege rennt, ja wenn das alles möglich ist (und ich sage nicht, das ICH das kann!!!).

    Dann wollt ihr (nicht alle wohlgemerkt) mir allen Ernstes erzählen, das hier euere Hunde so speziell krasse Tiere sind, das das alles genetisch nicht möglich ist und ich hier nur Mumpitz erzähle?


    Wenn Pepper später mal, einen dsh bekommt wie wir sie haben, dann wird er es schwerer haben wie wir, weil er solche schwierigkeiten nicht kennt und erst einmal lernen muss, damit umzugehen.

    Da hast Du sicherlich recht, das es dann mehr Aufwand bedarf. Es hängt doch auch von so vielen Faktoren ab.

    Es ist nur interessant immer wieder zu lesen, das der HH in dieser Argumentation immer rausgelassen wird.

    Dein Sam wäre an meiner Seite ziemlich sicher ein anderer Hund geworden (und das heißt nicht automatisch besser).


    Wie ein ehemaliges Mitglied der lokalen Ortsgruppe mal zu mir im Wald sagte:"Wärst Du bei uns geblieben, wäre Pepper nicht so geworden wie er jetzt ist..."


    Wir sind ein maßgeblicher Teil unseres Hundes...das müssen wir einfach selbstkritisch immer in Betracht ziehen, wenn wir über die Schwierigkeiten und Defizite unserer Hunde sprechen.

    Erzählst Du mir gerade, dass mein Hund nie Grundvertrauen zu mir hatte?

    Nö, das hab ich nicht erzählt. Hat auch nichts mit Grundvertrauen "zu Dir" zutun, sondern mit dem Hund selbst. :)


    Ich glaub nämlich, so ein Vorgehen kann man nur machen wenn man kein Problem damit hat, seinen Hund anderen Hundehaltern zuzumuten.

    Da magst Du tatsächlich recht haben, wobei ich zwischen zumuten und einer Zumutung nochmal unterscheiden würde.

    Aber lassen wir das. Ich weiß wie diese Diskussionen mit Dir ausgehen. <3

    Aber wenn 26 Kilo 3 Kilo über den Haufen rennen, ist bei den 3 Kilo halt schnell mal ne Rippe durch und steckt in der Lunge.

    Wenn ein unangeleint auf uns zugetobt kommt? Natürlich lasse ich dann meinen Hund frei. Da ist es völlig egal, wieviel der wiegt.

    Bin jetzt schon etwas verwundert. Was würdest Du tun? Deinen Hund irgendwie an der Leine halten und Dich gleichzeitig mit den anderen Hund beschäftigen?

    Meistens verwickeln sich die Hunde dann und Du hast erst richtig Theater.

    Und das mit der Rippe...na weißte. Der 3 Kilo Moppel kann auch schon im Anrennen über nen Maulwurfshügel stolpern und sich das Genick brechen, und dann?

    Die Diskussion können wir bei solchen Argumenten auch beenden ^^

    Was machste da? Schäferhund loslassen damit durch das Festhalten nicht noch mehr Trieb aufkommt?

    Ja, wenn ein Hund ohne Leine angetobt kommt, den ICH nicht unter Kontrolle bekomme, lasse ich Pepper frei.

    Jetzt muss ich dazu sagen, das es solche Situationen (Pepper an der Leine, der andere Hund frei) wie Du sie beschreibst, bei uns so gut wie nie vorgekommen sind.

    Du kennst ja meinen Umgang mit Pepper auf Spaziergängen. Das war schon immer so.

    Er ist nur an der Leine, wenn wir in der Stadt oder an Straßen unterwegs sind.

    Kommen angeleinte Hunde, lass ich ihn am Rand sitzen und das Gespann vorbeigehen...es sei denn wir einigen uns darauf, das der andere Hund auch freigelassen wird.

    Für mich war das immer Training...kann ich Pepper aus dem Spiel abrufen, dreht er hoch usw.

    Dadurch hab ich meinen Hund sehr gut kennengelernt und er hat viele Hunde erfahren können.

    Die Veränderung und sein Verhaltens-Management ist irre.

    Anfangs waren kläffende Hunde wie ein Magnet. Er dachte wohl, "was da wohl los ist" :D

    Inzwischen, wenn da ein kleiner Zwerg wie wild kläfft und in der Leine hängt bleibt er stehen und schaut mich an, als wollte er sagen "Müssen wir da hin? Das ist mir zu laut!" :D


    Ich glaube, die von mir beschieben Vorgehensweise kann man nur mit einem Hund machen, der so eine Art Grundvertrauen hat. Denn Du hast ja schon häufiger geschrieben, das eine schlechte Erfahrung bei einem Hund auch viel kaputt machen kann. Und das stimmt sicher auch, wenn man einen Hund hat, der dieses Grundvertrauen noch nicht hat. Vielleicht war das der Schlüssel.

    Ich lese jetzt schon lange diese Aufreger-Geschichten und es ist nicht so, das ich mich noch nie aufgeregt habe, weil

    so ein Ignorant meint, sich so gar nicht kümmern zu müssen.


    Aber das sind echte Ausnahmen und die Menge der Geschichten wirft mir eine Frage vor die Füße:

    Kennt ihr nicht die meisten Hunde bei euch, dort wo ihr immer spazieren geht?


    Seit ich meinen Hund habe, begegne ich anderen Hundebesitzern in meinem Kietz, oder auch in den Standard-Gegenden, in denen wir häufiger unterwegs sind.

    Und für mich als Schäferhundbesitzer war es immer wichtig, mich als nicht gefährlich-deppert, sondern nett und wohlwollend "bekannt" zu machen. Ich hab gedacht, Menschen die man kennt, schnauzt man nicht so leicht an, wenn der pöse Deutsche Schäferhund mal nicht hört. :D
    Einfach weil ich dort, wo ich häufiger bin keinen Bock auf Stress habe und man meist ja mit einem DSH auch mit Vorwürfen konfrontiert ist - die in unserem Fall - gar nicht stimmen.

    Das hatte den Effekt, das sich alle Hunde nach relativ kurzer Zeit mehr oder weniger kennengelernt haben.


    Und mit kennenlernen meine ich nicht unbedingt Kontakt...es reicht ja, wenn sich beide Hundebesitzer mit angeleinten Hunden gegenüberstehen und kurz ein paar freundliche Worte wechseln.

    Hunde strecken die Nase und riechen ihr Gegenüber und vor Allem, sie spüren Normalität.


    Und wenn diese Hunde dann mal im Freilauf aufeinander treffen und der Rückruf nicht klappt, sind schonmal die Besitzer entspannter und die Hunde dann meist auch.

    Ist keine Theorie, sondern hundertfach erlebt.


    Entschuldigt, wenn das provokant klingt. Ich spreche niemandem seine Erfahrung ab...das ist nur das, was ich seit 3 Jahren täglich erlebe.


    Und wenn es dann, wie vor einer Woche tatsächlich nicht geht, weil Pepper aus tiefster Seele diesen einjährigen ungarischen Vorstehhund anknurrt, weil dieser einfach unbedarft keinerlei Anstalten machte, Grenzen einzuhalten, dann lege ich Pepper ins Platz und gebe ihm zu verstehen, das er hier jetzt keinen Erziehungsauftrag hat.

    Natürlich zeige ich ihm auch, das ich diesen ungehobelten Jungspunt von ihm fernhalte.

    Ich finde, auch das ist Konsequenz. Und er dankt es mir mit Gehorsam.