Waschbär Moderator
  • Mitglied seit 5. Februar 2012

Beiträge von Waschbär

    Zum zweiten kann ich meinen Senf nicht dazugeben, außer dass ich auch etwas merkwürdig fand dass die "Helfer" mit normaler Kleidung animiert haben...Wird so ein Hetzen immer praktiziert und wann ist sowas erforderlich?

    Nochmal: In dem Video, welches Klaus eingestellt hat, geht es um Diensthundeausbildung. Nicht um die Ausbildung im Sport. Und in dieser Ausbildung müssen die Hunde mit den Situationen konfrontiert werden, die ihnen später im Arbeitsleben begegnen. Z.B. bei Unruhen auf Demonstrationen oder Fussballspielen.


    Lass Deinen Hund erst einmal richtig bei Dir ankommen. Und schau dann erst welcher Hundesport für Euch der richtige ist.

    Klaus, in Deinem Video geht es um die Ausbildung für die Dienst-Gebrauchshund-Prüfung im RSV2000 ( = DPGO). Die darfst Du nur ablegen wenn Du...


    a) gewerbliche Hundeführer oder Ausbilder mit Sachkunde nach § 34a der Gewerbeordnung,


    oder b) Berufshundeführer mit Sachkunde nach § 34a der Gewerbeordnung,


    oder c) Auszubildender im Wachgewerbe zur Fachkraft bzw. Servicekraft für Schutz und Sicherheit mit IHK-Abschluss im Beisein Deines Ausbilders bist,


    oder d) eine Ausbildungserlaubnis nach §11 (1) 6. Tierschutzgesetz für die Ausbildung von Schutzhunden für Dritte hast. Das hat mit der Sporthundeausbildung nix zu tun. Und ganz klar: Für den Diensthund ist der Helfer ein Feind, das Beissen des Diensthundes ist ein Beschädigungsbeissen. Der Diensthund will nicht nur spielen...


    Im erste Teil des Videos springt der Helfer (der war übrigens an der Erstellung des Flyers, für den ich einen Link gesetzt habe, maßgeblich beteiligt) in Hetzklamotten über den Platz. Und ja, auch für unsere Sporthunde macht sich er Helfer ab und zu zum Affen, um sich für sie interessant zu machen.

    Hier mal ein Flyer zu dem Thema, in dem einiges erklärt wird:


    http://bpsv-hof.de/wp-content/…5/02/schutzhund-flyer.pdf


    Wobei das damals, als der Flyer entstanden ist, noch "Schutzhundprüfung" hieß. Inzwischen wird diese Bezeichung für unsere Sportschutzhunde ja nicht mehr verwendet (seit "Hamburg 2000").


    Und in nachfolgendem Video sieht man gut, dass die Leute, die immer erzählen ein Sportschutzhund würde z.B. im Alltag auch in eine Jacke mit hellen Ärmeln beissen, wenn die Person, die sie trägt, den Arm hoch reiss, keine Ahnung haben über das Thema, über das sie reden:


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    Ich würde 'ne Box in die Wohnung stellen, die beiden Zwerge schnappen und dort kommentarlos hinein setzen. Das wäre der einzigste Ort, an dem ich die zwei in meiner Wohnung dulden würde! Darin können sie schlafen, darin können sie eine Wasserschüssel gestellt und ihr Deckchen gelegt bekommen, darin können sie auch gefüttert werden. Wenn Herrchen/Frauchen sie dort raus holen möchte, haben er/sie er mit ihnen in dieser Zeit die Wohnung zu verlassen.


    Eines Morgens passierte es dann: er und Peggy hatten sich, wie jeden Morgen, ganz niedlich "Guten Morgen" gesagt: sie leckte ihm die Pfoten und er ihre Ohren. Ich ging ganz kurz aus dem Zimmer und dann gabs Palaver: ein Riesenradau und schon schoß die Kleine blutspritzend aus dem Zimmer! Er hatte sie unterhalb vom Auge erwischt! Musste dann unter Vollnarkose genäht werden!

    Problem bei dem Ganzen war vor allem, dass der Rüde sie gar nicht vorgewarnt hat, daher war ich so schockiert und irritiert...

    Und woher weisst Du dass der Rüde den Welpen nicht vorgewarnt hat???

    Täglich 10 bis 20 Minuten Ball spielen (oder Frisbee etc.) würde ich nicht mal mit einem kerngesunden Hund machen.


    Hast Du abklären lassen dass Vorhand und Rücken 100%ig in Ordnung sind? Nicht selten besitzen Hunde mit schwerer HD auch in diesen Bereichen Schwachstellen (entweder durch eine entsprechende Genetik, die z.B. zu einer Arthroseneigung führt, und die bezieht sich dann nicht nur auf die Hüfte, oder durch eine Überbelastung anderer Körperteile, weil die Hüfte bereits durch ein verändertes Gangbild schon seit einiger Zeit geschont wird).


    Wenn z.B. die Ellenbogen nicht ganz sauber sind, würde ich mit dem Ballspielen komplett aufhören. Besser wären dann z.B. Suchspiele (z.B. den Ball nicht werfen, sondern im Unterholz verstecken, und den Hund dann danach suchen lassen).


    Alles, was zu schnellen Sprints aus dem Stehen/Sitzen/Liegen führt, würde ich bei schwerer HD (und/oder Wirbelsäulenproblemen) vermeiden. Und alles, was zu "harten" Stopps auf der Vorhand führt, immer dann wenn die Ellenbogen (und/oder die Wirbelsäule) nicht top in Ordnung sind.

    Ein Rollwagen ist nur sinnvoll bei einer Degenerativen Myelopathie. Denn die ist, im Gegensatz z.B. zum Cauda euina-Syndrom (bei dem werden Nevenbahnen im Bereich der Lendenwirbelsäule gequetscht, z.B. durch einen Bandscheibenvorfall), nicht schmerzhaft.


    Du musst Dich im Kopf frei machen von irgendwelchen Schuldgefühlen. Wenn Du bereits bei mehreren TÄ warst, dann hast Du getan was möglich ist. Bereite Deinem Hund eine schmerzfreie letzte Zeit. Die Lebensspanne ist für jedes Tier und auch jeden Menschen nun mal unterschiedlich lang. Und es gibt auch keinen Wettbewerb, in dem es darum geht dass ein Hund möglichst alt wird (auch wenn man bei manchen Hundehaltern diesen Eindruck erhalten kann, die einen Hund unter allen Umständen möglichst lang am Leben halten, auf Kosten des Hundes). 5, 6 oder 8 schöne Jahre und ein schmerzfreies Ende sind besser als wenn ein Hund 12 oder 15 wird, sich aber seine letzten Jahre durch's Leben quält.

    Wenn er sensibel auf Futter reagiert, dann kann er evtl. Probleme mit dem Weizen haben. Dann könntest Du ein reines Roggenbrot ausprobieren oder so Sachen wie Dinkel, Dinkel&Hirse, Dinkel&Roggen, Emmer und Einkorn. Gibt es in gut sortieren Bio-Bäckereien und Bioläden. In "normalen" Bäckereien gibt's manchmal auch Dinkelbrot und -brötchen (dito reine Roggenbrote), aber man muss immer ganz genau auf die Zutatenliste schauen, denn manchmal ist doch Weizen mit drin (und dann nicht selten mehr als Dinkel oder Roggen).

    Ob etwas schädlich ist für den Hund hängt immer von mehreren Faktoren ab: Der Beschaffenheit, der Konstitution/Gesundheit des Hundes und dem Ausmass, in dem man etwas verfüttert.


    Prinzipiell bringt ein Leberwurstbrot am Tag einen gesunden Deutschen Schäferhund nicht um (bei einem Chihuahua schaut das schon wieder anders aus). Wobei ich generell kein Getreide, mit Ausnahme von Hirse, regelmässig an einen Hund verfüttern würde, wenn dieser Probleme mit Entzündungsprozessen im Körper haben sollte (z.B. Arthrose).


    Und Brot ist auch nicht gleich Brot. Billige Weizen-Massenware, möglichst noch mit diversen chemischen Mittelchen der Nahrungsmittelindustrie hergestellt, ist etwas völlig anderes als z.B. weizenfreies Bio-Vollkornbrot (z.B. bestehend aus Dinkel und Hirse oder Emmer, Einkorn etc.).


    Auch der Hinweis mit dem Salzgehalt ist nur bedingt richtig: Es gibt ungesalzene Butter (etwas anderes kommt mir gar nicht ins Haus). Und da man, wenn man regelmässig ein Leberwurstbrot am Tag beifüttern würde, dieses ja von der Gesamtfuttermenge der Futterration abziehen muss, relativiert sich der Salzgehalt im Brot und dem bisschen Leberwurst schnell wieder. Da auch für Hunde Salz überlebensnotwendig ist, wird es dem Fertigfutter beigesetzt (manchmal indirekt durch die Zutaten, die dann unter dem Begriff "tierische Nebenprodukte" versteckt werden). Und wenn man die Nahrung des Hundes selbst zusammen stellt und nicht regelmässig ausreichend viel frisches Blut verfüttern kann, muss man ebenfalls etwas Salz zugeben.


    Ob man damit leben kann dass ein Hund sein Futter nur in Verbindung mit einem Leberwurstbrot frisst muss jeder selbst entscheiden. Mein Ding wär's nicht... Aber nicht wenige Hundehalter zelebrieren z.B. das allmorgentliche Leberwurstbrot mit ihren Hunden, und wenn es keine individuellen Gründe gibt, die dagegen sprechen (siehe oben), finde ich das nicht weiter tragisch.

    Es haben sich ja nicht nur die Welpenzahlen im SV innerhalb der letzten 10 Jahre halbiert, sondern auch die Mitgliederzahlen haben sich ebenfalls ca. halbiert. Und das obwohl versucht wurde den Mitgliederschwund über Agility, Obendience und die Rettungshundarbeit auszugleichen. Aber viele Neumitglieder, die über diese Schiene in den SV eingetreten sind, führen gar keine Schäferhunde, sondern andere Rassen. Von daher ist es nicht erstaunlich dass sich die Welpenzahlen entsprechend angepasst haben.


    Ganz allgemein wird es ja immer schwieriger grosse Hunde zu halten. Es gibt Bundesländer mit einer "20/40-Regelung" (d.h. Halter von Hunden, die schwerer als 20 kg und/oder grösser als 40 cm sind, müssen besondere Bedingungen erfüllen). Oft ist es so dass wenn ein Hund einmal offiziell auffällig geworden ist (z.B. durch eine Rauferei mit einem anderen Hund), dass er dann fortan als "gefährlich" gilt und dann u.a. nur noch einzeln ausgeführt werden darf, nicht mehr mit einem oder mehreren anderen Hunden zusammen. Auch das ist ein Umstand, der gerade bei grossen Hunden immer öfter von einer Mehrhundehaltung abhält (große Hunde sind bei solchen Vorfällen ja überproportional häufiger "schuld" als kleine, zumindest wird das meist so behauptet). Auch bei einigen anderen grossen Rassen gehen die Welpenzahlen stark zurück. So sind die Welpenzahlen z.B. beim Neufundländer in den letzten 10 Jahren um 46% gesunken, beim Riesenschnauzer um 43%, beim Airedale Terrier um 35%.


    Zudem gibt es Mode-/Trendrassen, die stark boomen. So steigt bei den grösseren Rassen das Zuchtaufkommen bei allen Retrieverrassen, aber auch dem Rhodesian Ridgeback seit Jahren kontinuierlich an. Auch das Zuchtaufkommen z.B. von Mops, Havaneser, Französischen Bullis, Cavalier King Charles Spaniel, Miniatur Bullterriern, Lagottos, Kooiker Hondjes & Co. hat sich signifikant erhöht, ebenso der "neuen Sporthundrassen" wie Australian Shepherd, Australien Cattle Dog etc.


    Und dann boomt ja auch noch das Geschäft mit den Auslandstierschutzhunden, die inzwischen einen nicht unerheblichen Teil der in Deutschland gehaltenen Hunde aus machen.

    Also "aussetzen" hab ich auch noch nie gehört. Die Hunde sind ja alle gechippt bzw. waren früher tätowiert. Und als Mitglied im SV habe ich die Pflicht bei jedem Hund, den ich abgebe, den Namen und die Anschrift des neuen Eigentümers an das Zuchtbuchams zu melden. Also entweder ist ein Hund beim SV auf mich (als Züchter oder Käufer) eingetragen, oder aber ich habe dem Zuchtbuchamt mitgeteilt an wen ich wann welchen Hund abgegeben habe.

    Bei diesem "Junghund-Test" sollen Ausbildungselemente, die das Ergebnis verfälschen können, ja gerade aussen vor gelassen werden. Je älter und je weiter ausgebildeter der Hund, desto eher kann sein Grundwesen durch die Ausbildung kaschiert werden. Im übrigen kann ein Zuchtverband die PO der FCI nicht verändern. Wenn er für seine Zuchtselektion ein passendes Regelwerk schaffen möchte, dann geht das nur über verbandsinterne Wesenstests, Zuchtzulassungsprüfungen, Körungen etc., die der jeweilige Verband selbst beschliessen kann. Änderungen in der PO (also auch in Bezug auf die BH, aber auch IPO oder FH) beschliesst das dafür zuständige FCI-Gremium.

    Lt. Zuchtordnung des SVs darf ein Züchter nur noch 10 Würfe pro Jahr machen (bis vor einigen Jahren gab es diese Begrenzung nicht). Das hat dazu geführt dass bekannte Hochzucht- und auch Leistungszüchter weitere Zwingernamen über Familienmitglieder (Ehepartner, Söhne, Töchter...) angemeldet haben, die in ihrem Namen i.d.R. einen direkten Bezug zum ersten (bereits über Landesgrenzen hinaus) bekannten Zwingernamen haben und somit "absatzfördernd" wirken. Meiner Meinung nach darf man Beispiele dafür ruhig nennen, da es durch den jeweiligen Züchter ja gewollt ist dass ein direkter Bezug zwischen den einzelnen Zwingernamen erstellt wird. Es ist also kein Geheimnis und es soll nicht vertuscht werden dass ein einzelner Züchter das Management für mehr als 10 Würfe pro Jahr übernimmt. Ein Beispiel aus dem Hochzuchtbereich wären die Zwinger "vom Holtkämper See", "vom Holtkämper Hof" und "vom Holtkämper Tor", die sich ganz öffentlich als "Einheit" darstellen:


    https://www.facebook.com/Zucht…-Hof-Tor-108109989254947/


    Im Leistungsbereich findet man z.B. die Zwinger "vom Salztalblick", "vom Haus Salztalblick" und "von der Salztal-Höhe".


    Und das kann vom SV gar nicht unterbunden werden, weil alle Mitglieder die selben Rechte besitzen. Es kann ja nicht sein dass man als Mitglied mit einem Zuchtverbot belegt wird, nur weil der Vater, die Mutter, der Ehepartner, der Bruder, die Schwester etc. bereits einen Zwingernamen angemeldet hat. Und in Familien können ja auch ganz unterschiedliche Zuchtrichtungen und Zuchtpraktiken favorisiert werden. Der eine züchtet z.B. Hochzuchthunde, der andere Leistungshunde. Oder der Sohn oder die Tochter vertreten viel modernere Methoden in der Zucht und/oder Aufzucht als z.B. der Vater oder der Großvater. Aber natürlich kann auch alles "ein Sumpf" sein und z.B. der Opa schöpft das Zuchtkontingent seines Enkelkindes voll und ganz für sich und seine Hunde aus (der Enkel wäre dann nur "auf dem Papier" der Züchter).