ECA
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Beiträge von ECA

    Was ist SKN und was ist TsD? Ehrliche Frage <3 :)

    SKN = Sachkundenachweis

    TsD = Trainieren statt Dominieren, sehr ideologisch geprägte Bewegung innerhalb der Hundetrainerausbildung, die sich massiv aggressiv für rein positive Ausbildung und Erziehung einsetzt.

    Man kann's aber auch schlechter investieren. Und so ist es halt mit Sachen die für alle gelten - manche bräuchten es nicht und müssen trotzdem. Ich hab z.B. jahrelang mit gewissen Geräten gearbeitet für die man seit diesem Jahr einen Sachkundenachweis machen muss für mehrere tausend Euro.

    Sehe ich anders und der Vergleich hinkt einfach stark.

    Für die Bedienung eines Gabelstaplers gibt es klare Regeln, gleiches für die Teilnahme am Straßenverkehr oder das Fliegen eines Eurojets.

    Da gibt es keine Glaubensrichtungen, keinen Interpreatationspielraum.

    Und wenn ich 300€ an einen Trainer zahlen muss, der meinen Hund nicht einmal anfassen, geschweige denn trainieren dürfte, weil ich ihn für absolut unfähig halte, er aber der einzige ist, der die Genehmigung für die Durchführung der Theoriestunden ist, würd ich das geld sogar lieber verbrennen, dann hab ich wenigstens warme Finger davon.


    Das mag so sein, dass eine Begleithunde Prüfung Sinn machen würde, allerdings würde ich dann halt eher meinen Hund nicht anmelden, denn ich hab keinen Bock auf SV OG.

    Dann macht man die Prüfung halt in einem der dutzend anderen Vereine, wenn man keinen Bock auf SV hat.

    Gibt ja genügend Vereine ohne Rasseverband im Hintergrund, die sich nur auf Sport ausgerichtet haben.

    Auch einem "ich hab seit 30 Jahren Schäferhunde"-Menschen bricht deshalb kein Zacken aus der Krone wenn er da hin muss.

    Hat nix mit Krone zu tun.

    Aber ich würd es zB nicht einsehen, einem Trainer (den ich möglicherweise noch nicht mal für besonders kompetent halte) hundert Euro und mehr in den Rachen zu schmeißen, um Dinge erzählt zu bekommen, die ich schon vor 20 Jahren bei meinem SKN gelernt hab und zwar damals ohne potentielle ideologische Färbung (na , wer weill wetten, dass es garantiert die TsD Ecke sein wird, die da als erstes sowas anbieten würde?)


    Die Zeit (denn wir reden hier ja nicht von einmal einer Stunde) und das Geld (gratis oder gegen nen kleine Obulus wirds das nicht geben, da werden sich manche wieder richtig ne goldene Nase dran verdienen) kann ich besser investieren.

    Ich halte den Hundeführerschein für den selben sinnlosen Aktionismus, wie damals die Rasselisten.

    Denn die Leute, die sich nix um Vorschriften und Rücksichtnahme auf andere scheren, wird damit nicht bekommen.


    Meine Nachbarn haben einen Rotti, Kat 2 Gefahrenhund, geprüft,beurteilt, Führungszeugnis, Sachkundenachweis, das volle Programm. Trotzdem kommt es regelmäßig zu Vorfällen mit dem Hund. Warum? Weil man sich schlicht nicht drum schert und den Hund halt wider besseren Wissens (und Auflagen vom Amt) dann doch wieder ohne Leine laufen lässt.


    Der Zugang zu Wissen in allen Bereichen war noch nie so einfach wie heutzutage. Zu glauben, man würde solche Vorfälle verhindern, in denen man die Leute für ein paar Stunden zum Lernen verpflichtet, ist mMn Unsinn.

    Damit schikaniert man - wie schon damals mit den rasselisten - mal wieder nur die verantwortungsvollen Hundehalter, die sich daran halten und die Problemfälle, die denen wir die Vorfälle zum Großteil verdanken, werden wieder durchs Netz schlüpfen.


    Vor allem hat man dann halt auch das Problem, dass der Hundeführerschein vermutlich von den kommerziellen Anbietern durchgeführt werden wird und man dann schauen muss, mit welcher ideologischen Prägung man sich dann rumschlagen darf.

    Ich finde ein V in der Unterordnung ist realistisch aber auch fast nicht zu erreichen, dafür ist eine Unterordnung viel zu komplex.

    Dann läuft aber was gewaltig falsch in der aktuellen Auslegung.

    Wenn selbst die Weltspitze des Sports es kaum noch schafft es zu erreichen, sollte man vielleicht mal in sich gehen, ob man es nicht langsam übertreibt.

    Hab mir bei Chuck Felones jetzt mal die Wertung angehört, bemängelt wird fast überall die Fußposition und dass der Hund beim Laufen gegen den Hundeführer drängt, sowie das mehrfache Anstoßen im Vorsitz.

    Klar, wenn dem Richter die Fußposition des Hundes nicht zusagt, gehen bei allen Übungen ordentlich Punkte flöten.


    Wobei es hier halt auch wieder das gleiche ist, wie beim Radke auf der FCI... wenn man auf der WM in der Abteilung gerade mal zwei V zu Stande bringt, sollte man sich als Richter schon mal die Frage stellen, ob man es mit seiner Auslegung der POo nicht übertrieben hat.

    Zumal ich die Freifolge von Cor vom Starker Wille (bewertet mit V) durch das ganze Gehüpfe und Gesteige als wesentlich unschöner und unharmonischer Empfand, als zB bei Chuck (Freifolge im G).

    . Auf der FCI-WM wurde gerade der Schutzdienst dieses Jahr sehr streng gerichtet (war ein DMC Richter),

    Das hat nix mit'm DMC zu tun, sondern mit diesem speziellen Richter.

    Der hatte schon bei seinem Auftritt auf der VDH DM damals als Richter in der UO eine... nennen wir es mal eigene Interpretation der PO und eigene Definitionen von "schnell", "druckvoll", etc, die nicht nur außerhalb des DMC teilweise als fragwürdig empfunden wurden.

    Bedenken hätte ich im SD in erster Linie wegen dem Gewicht. Eben das selbe Problem, wie in der UO.

    Es sind Molosser, die sind Größtenteils körperlich einfach nicht für diese Art Sport gemacht. Sprich, wenn man es will - und ja es geht - muss man da von Anfang an wirklich auf schonenden Aufbau und korrekte Ausführung der Übungen achten.

    Vernünftiger Sprungstil auch an der Kletterwand, kontrollierte Angriffe im SD, vernüfntiges Begleittraining und Physiotherapie, dass der Hund vernünftig bemuskelt ist und kein Gramm zu viel auf Rippen.


    Auch muss man ein Wort mit dem Figuranten sprechen, ob er dazu bereit ist. Bei Presa Canario Rüden reden wir da von rund 60kg. Muss man seinem Körper auch erstmal zumuten wollen.

    Und was man halt auch bedenken muss als Verein, ist die Außenwirkung. Bei einem langjährigen zuverlässigen Mitglied, das jetzt aus irgendeinem Grund Presa führen will, würden da keine Bedenken kommen. Bei Neuzugängen die man nicht einschätzen kann, wäre ich vorsichtig bzw würde ablehnen.

    In meinem ehemligen Verein war es zB zum Schluss so, dass nach diversen einschlägigen Erfahrungen das IGP Training mit Rottis bei Neuzugängen abgelehnt wurde.

    Also was ist für einen Diensthund wichtiger? Dass er beim Herankommen 20 oder 40cm vor dem HF sitzt oder dass er über nen Gartenzaun kommt?

    Dafür müsste man vielleicht mal mit der Realität abgleichen, wie oft Diensthunde über Zäune geschickt werden. :rolleyes: Meiner Erfahrung nach geht das im Diensthundealltag wohl eher gegen Null, aber gut, vielleicht hast du da andere Erfahrungen mit.

    Es hat seinen Grund, wieso IGP Prüfungen beim Diensthundeankauf keine Rolle spielen, sondern die ihre eigenen Tests in der Probezeit durchführen.


    Sorry aber ich finde diese Diskussion gerade komplett sinnlos.

    Sport ist Sport, da gibt es Aufgaben zu bewältigen und dafür gibt es Punkte und gut ist.

    Ja, TSB, Ausbildbarkeit, Schusssischerheit, das sind die Dinge, von denen das Diensthundewesen profitiert, wenn das für die Zucht abgefragt und vorrausgesetzt wird, der Rest ist Sport und da ist es für Diensthundeankäufer vollkommen irrelevant, ob die Mutterhündin des potentiellen neuen Diensthundes auf der Hürde aufgesetzt hat oder nicht.





    Und nur weil Leute jetzt motiviert sind, die Prüfung zu machen, weil es ja jetzt "leichter" ist, heißt es noch lange nicht, dass sie es auch durchziehen werden. Denn vom Ausbildungsaufwand ist die IGP 1 minimal geringer geworden. Es wird so bleiben wie bisher. Die Leute fangen hochmotiviert an und wenn sie abzeichnet, wie viel Arbeit es trotzdem ist und dass man dennoch auf Probleme und Rückschläge stoßen wird, werden genau so viele aufhören wie bei der aktuellen PO und der Letzten. Das ist Augenwischerei.

    Also ein Gebrauchshund, der nicht über 1m kommt, kommt im Polizeieinsatz auch nicht über den Vorgartenzaun wenn ein Einbrecher über ebendiesen flüchtet.

    Beim Diensthund ist es aber Latte, wenn der mit allen Vieren beim Sprung aufsetzt und sich abdrückt.


    Und nochmal, wir machen Sport. Wir bilden keine Zugriffshunde aus.

    Es wird ja gern damit argumentiert, dass man mehr Leute in den Sport bringen will, durch die Vereinfachung und das sehe ich einfach nicht.

    Die BH wird engültig verramscht und verschenkt, denn wenn die Leute im UO Teil geflogen sind, dann zu 99% in der Freifolge. Aber dadurch wird der Sprung von einer schlecht aufgebauten BH zu einer bestehbaren IGP1 ja nicht wirklich kleiner.


    Es macht nur das Leben für die leichter, die nur schnell schnell irgendwie eine BH hinrotzen, oder grad so mit Hängen und Würgen ne Einser für die Zuchtzulassung bestehen wollen.

    Mehr Sportler, die auch dauerhaft Interesse am Sport haben, wird es uns nicht bescheren.


    Zu dem Apportierquadrat... einige in meiner OG werden sich freuen, ich bin ja immer noch der Meinung, so viel wie wir von unseren hunden verlangen, ist es auch nicht zu viel erwartet, dass wir HF trainieren und lernen, wie man ein Holz vernünftig wirft und die meisten Probleme damit haben nix mit dem Gewicht des 3er Holzes zu tun, das geht bei Hürde und Schrägwand genau so schief.

    Die neue BH ist echt ein Witz.

    Sorry, langsam kann man die wirklich komplett streichen und die Urkunde gegen Zahlung des Startgeldes ausgeben, nachdem der HF geschafft hat, den Hund unfallfrei über den Parkplatz zu führen und der Richter einmal den Hund gestreichelt hat.

    Ach ja und vergessen wir die Vereinsamung nicht...


    Wie schon erwartet, ist es einfach nur furchtbar geworden und nach dieser Änderung sollten sich einige Rassehundezuchtverbände überlegen, ihre Zuchtzulassung zu überarbeiten und zu überlegen, ob man die Anforderungen für die Vergabe des Prädikats "Leistungszucht" nicht langsam überdenken sollte.

    Reagiert er bei begegnungsübungen, klappt die platzübung nicht usw.. wird man das durchziehen müssen, bis es klappt und ggf später nochmal reinholen, um zu sehen ob das zehnerl wirklich gefallen ist. Und das braucht eben zeit und geduld für alle beteiligten/anwesenden.

    Und ob es da nicht scheitert?

    Und auch da macht es in 99% der Fälle Null Sinn die Dauer der Übungseinheit auf X Minuten auszuwalzen.

    Wenn die Konzentration beim Hund weg ist, ist sie weg und kommt auch nicht wieder wenn ich den Hund ne halbe Stunde stresse. Und kapiert es der Hund einfach nicht, dann passt der Trainingsaufbau nicht, dann muss ich da anders rangehen. Wenn das Platz 20mal nicht klappt, hab ich ein anderes Problem, als die Dauer der Trainingseinheit.


    Und ich habe es noch nie erlebt, dass es im normalen Ablauf nicht möglich ist, später nochmal ne zweite Runde dran zu hängen, wenn der Hund es braucht.


    Aber leider sitzt in vielen Köpfen immer noch dieses viel hilft viel und je länger man den Hund über den Platz zieht, umso besser.


    Und ja, in die IGP Gruppe geht es nur, wenn man Prüfung laufen will, für alles andere ist mir meine Zeit und die Gesundheit meines Figuranten zu schade und wenn eine Gruppe trainiert, trainiert niemand anders nebenbei auf dem selben Platz.

    Wir sind nicht zum Hunde bespaßen da, dafür können sie in ne Hundeschule gehen.

    Umso wichtiger finde ich es, dass die Übungseinheiten zeitlich stark begrenzt und dafür eben durchdacht und logisch strukturiert werden.