Solche Sachen werden von LRn doch immer wieder mal angesprochen. Was führt zu Abwertungen und was nicht... Auch auf LR-Schulungen und -besprechungen etc. sind Sachen, die schon länger in der PO stehen, immer wieder ein Thema. Es gibt ja nicht nur die PO, sondern auch "Ausführungsbestimmungen" für diese. Früher war manches davon in einem sog. LR-Leitfaden schriftlich festgelegt. Darüber hinaus wurden und werden auch heute noch die LR jedes Jahr regelmäßig "gebriefed" WIE die PO auszulegen ist, auf welche Punkte besonderes Augenmerk zu richten ist, was in der Vergangenheit ggf. zu lax gehandhabt worden ist usw. Schriftlich niedergelegte Regularien bieten immer einen gewissen Spielraum in ihrer Umsetzung und Schwerpunkte in ihrer Umsetzungen können sich verschieben (z.B. weil sich gewisse "Gepflogenheiten" eingebürgert haben bei der Teilnehmerschaft oder auch bei den LRn, weil sich die Außenwahrnehmung verändert hat etc.
Änderungen IGP Prüfung (?)
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Das ist schon klar.
War die Info die ich schrieb irrelevant oder falsch?
Warum senden hochrangige Richter diese Info wie eine Aktualisierung in die Öffentlichkeit wenn sie nutzlos ist, weil alle es schon wissen? (so kam es mir übrigens nicht vor anhand der Kommentare unter dem Post)
Ich schätze deine Beiträge, Waschbär aber ich kann gerade nicht das Ziel dahinter erkennen.
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Wieso sind solche Informationen nutzlos? Wenn das so wäre, dann könnte man sich jegliche LR-Tagungen etc. ersparen in den Jahren, in denen es keine PO-Änderungen gibt. Trotzdem gibt es in jedem Jahr regelmäßig derartige Veranstaltungen sowie Informationen aus verschiedenen Quellen darüber, ( = von Leistungsrichtern, Leistungsrichter-Obmännern, Landesgruppen von Zuchtvereinen, Hundesportverbänden usw.).
Es ist halt absolut nix Neues dass Hörzeichen lt. PO "normal" zu geben sind = in normaler Lautstärke und Aussprache. So wie z.B. die Hundeführer ja auch "normal" zu gehen und sich zu bewegen haben. Wir alle wissen aber dass Hundeführer sich i.d.R. so verhalten ihrem Hund u.a. durch bewußte oder unbewußte Stimm-, Körperhaltungs-/Bewegungs- und Mimikhilfen bestmöglichst in die lt. PO erwünschten "Bahnen" zu bringen bzw. in diesen zu halten. Ich denke mal auch Du hast schon HF gesehen die sich z.B. beim Rückentransport plötzlich bewegen als hätten sie eine alte Kriegsverletzung im Knie.
Oder die beim Voraus ihren Hund ins Platz brüllen so dass unbeteiligte Personen im Umkreis von 'nem halben km um den Hundeplatz herum vor Schreck die Kaffeetasse fallen lassen. Oder die als Fährtenleger, anstatt lt. in der PO geforderter "normaler" Gangart über den Acker zu gehen, einen Schützengraben ins Feld trampeln der noch von der nächsten Raumfähre aus zu sehen ist. Die Grenzen dahin sind halt fließend und verschieben sich, je weiter sich ein LR in einen HF hinein versetzen kann. So kommt es dass z.B. viele LR auf OG-Prüfungen einen Neuling im Sport seine Fährte so legen lassen dass sie ausschaut wie mit dem Klappspaten geschippt, um ihn nicht noch nervöser zu machen als er eh schon ist. Oder die einem verzweifelten HF, der z.B. all seine Kraft und vor allem Hoffnung beim "Aus" nach der langen Flucht in die Lautstärke seines Hörzeichens legt, dieses nicht entwerten (weil sie i.d.R. mehr als froh darüber sind wenn der Hund dann tatsächlich trennt), sondern bestenfalls eine entsprechende Bemerkung in Verbindung mit einem Augenzwinkern bei der anschließenden Beurteilungsbesprechung machen.
Trotzdem ist es aber richtig und wichtig dass die HF immer wieder mal daran erinnert werden dass die PO in solchen Fällen deutlich zum Wohl des jeweiligen HFs ausgelegt wird. Die LR in solchen Fällen ein Auge zu drücken und die Grenze von "normal" zu "nicht mehr normal" auf OG-Ebene auch mal großzügiger auslegen. Wichtig wird das dann wenn HF verstehen müssen warum sie, wenn sie auf einer überregionalen Prüfung bei "gefühlt gleicher" Leistung ihres Hundes, plötzlich eine ganze Wertnote oder gar mehr unter den Bewertungen vorheriger OG-Prüfungen liegen. Wichtig ist das auch solche Aspekte immer mal wieder anzusprechen weil viele HF die PO gar nicht Wort für Wort durchlesen, sondern hauptsächlich auf dem Übungplatz durch die Praxis von Ausbildungswarten und Hundesportkollegen lernen. Und wenn da alle oder zumindest HF mit einer Vorbildfunktion z.B. beim Rückentransport so laufen als hätten sie eine alte Kriegsverletzung im Knie, dann übernehmen das viele andere HF ohne überhaupt darüber nachzudenken.
Wichtig ist das regelmäßige "auf's Trapez bringen" solcher Aspekte aber auch weil sich überall dort, wo Menschen irgend etwas machen, Grenzen zwischen "normal" und "nicht mehr normal" mit der Zeit in diese oder jene Richtung verschieben, dadurch dass irgendwelchen Trends gefolgt wird. Dann ist es normal dass die dafür Zuständigen über ein solches Thema diskutieren, die Auswirkungen abwägen, Lösungswege suchen und ggf. Anweisungen an die Personengruppen erfolgen, die in der Lage sind gegensteuern zu können. Fällt also auf dass immer mehr HF immer lauter mit ihren Hunden herum brüllen (was in der heutigen Zeit ein zusätzlich schlechtes Licht auf den Hundesport wirft), dann werden die LR halt auf der nächsten nachfolgenden LR-Schulung dafür sensibilisiert in Zukunft mehr darauf zu achten dass die Hörzeichen in PO-gemäßer Form gegeben werden. Und es ist gut und richtig wenn das dann den HFn nicht erst durch "leraning by doing" vermittelt wird, man sie also ins offene Messer laufen lässt, sondern dass sie darauf zeitnah nach den LR-Schulungen oder anderen Veranstaltungen, auf denen so etwas beschlossen bzw. verkündet wurden, hingewiesen werden.
Aber alles in allem ist das halt nix Neues, dass nicht nur PO-Änderungen bekannt gegeben werden. Sondern auch aktuelle Anweisungen wie die bestehende PO umzusetzen ist durch die LR.
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Wieso sind solche Informationen nutzlos? Wenn das so wäre, dann könnte man sich jegliche LR-Tagungen etc. ersparen in den Jahren, in denen es keine PO-Änderungen gibt. Trotzdem gibt es in jedem Jahr regelmäßig derartige Veranstaltungen sowie Informationen aus verschiedenen Quellen darüber, ( = von Leistungsrichtern, Leistungsrichter-Obmännern, Landesgruppen von Zuchtvereinen, Hundesportverbänden usw.).
Eben.
Okay, der Unterschied ist halt, dass es jetzt explizit in der PO wortwörtlich ausgeschrieben drinsteht, dass:
Hörzeichen Die HZ in der FCI-IGP-PO sind als Vorschläge zu verstehen. HZ werden als normale, kurz gesprochene Wörter gegeben und müssen für dieselbe Aufgabe immer gleich sein. Sehr lang ausgesprochene Worte werden als Hilfe gewertet. Beim Abrufen des Hundes kann der Name des Hundes anstelle des Abruf......
Demnach ist es jetzt eben doch "neu", denn so stand es vorher nicht in der PO.........
Viele HF haben bisher auch AUS und AUUUUS gesagt, ohne dass das jemals zu Punktabzug führte
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Naja, es ist halt wie immer.
Bis zu einem gewissen Maß wird es toleriert und wenn es dann ein Eigenleben entwickelt und es manche (viele) HF übertreiben, muss es eben spezifiziert werden.
Typisches aktuelles Beispiel das laute und das leise Aus. Das hat teilweise einfach Züge angenommen, die man so nicht mehr tolerieren konnte.
Und auch, wenn die bisherige PO eigentlich alles notwendige dazu gesagt hat, ist es einfach so, dass viele Leute da den Interpretationsspielraum zu sehr ausgereizt haben. Darum braucht es immer wieder solche Ergänzungen und Klarstellungen.
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Sowohl die langgezogenen Kommandos als auch die zwei Aus sind auf größeren Prüfungen auch bisher immer wieder mal gezogen worden, ich glaube (und hoffe) nicht das sich da jetzt soviel ändern wird.
Ich persönlich werde die zwei verschiedenen Aus weiter nutzen, selbst wenn ich dann immer etwas dafür gezogen bekomme, das würde ich in Kauf nehmen.
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Wobei ich mir von namenhaften Sportlern hab sagen lassen, dass sie so nicht mehr ausbilden und nur noch das aktive Aus forcieren. Weil die Hunde da auch immer mal durcheinander kamen mit und das Ergebnis nicht besser war. Scheint sich nur noch nicht rumgesprochen zu haben.
Wir bilden beide Aus aus, aber beschränken und auf der Prüfung auf eines.
Und ja, letztendlich nimmt man manche Abzüge natürlich wissentlich in Kauf, ich stelle die Hand auch erst rein in der GS sobald die ersten Landes angedacht sind und nehme bis dahin in Kauf, dass es eben gezogen werden wird.
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Sowohl die langgezogenen Kommandos als auch die zwei Aus sind auf größeren Prüfungen auch bisher immer wieder mal gezogen worden, ich glaube (und hoffe) nicht das sich da jetzt soviel ändern wird.
Ich persönlich werde die zwei verschiedenen Aus weiter nutzen, selbst wenn ich dann immer etwas dafür gezogen bekomme, das würde ich in Kauf nehmen.
Bei einem Hund der die beiden Aus zuverlässig trennt und davon profitiert würde ich das nicht anders machen. Der Punktabzug landet dann doch nur anderswo, 100 Punkte hat ja am Ende eh kaum einer, irgendwo lässt man immer Federn
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Trends kommen und gehen, das AUUUUS und AUS!!! sind das Beste Besipeiel dafür.
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Trends kommen und gehen, das AUUUUS und AUS!!! sind das Beste Besipeiel dafür.
Ich mag es im Aufbau, dass der Hund ein ruhiges trennen und bannen lernt und ein scharfes Aus mit Triebwechsel. Bevorzuge in der Prüfung und im laufe der Ausbildung dann aber das aktive Aus im Moment.
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Ero kennt auch Beides, aber in der Prüfung kommt nur das aktive zum Einsatz. Passt besser zum Hund und seinem Temprament, der muss seine Emotionen im SD abladen, sonst Platzt er.
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Ero kennt auch Beides, aber in der Prüfung kommt nur das aktive zum Einsatz. Passt besser zum Hund und seinem Tenprament, der muss seine emotionen abladen, sonst Platzt er.
Dito, hier auch so. Rica geht sonst beim rantreten rein weil sie so viel Spannung hat die raus muss
Ich kenne auch Hunde die beim leisen Aus sehr viel körperkontakt suchen, Pfoten aufstellen und sowas und das wird eben auch gerne gezogen, mag auch nicht jeder Richter. Das ist man aktiv auch auf der sicheren Seite, wenn die Hunde gut verbellen.
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Okay, der Unterschied ist halt, dass es jetzt explizit in der PO wortwörtlich ausgeschrieben drinsteht...
Früher stand's halt im Leistungsrichter-Leitfaden... Und war dementsprechend genau so "gültig" wie jetzt, wo dieser in die PO integriert wurde.
Und "Doppelkommandos" wurden schon in den 80ern entwertet als ich mit dem Hundesport angefangen habe. Z.B. das berüchtigte "Hier Fuß" beim Abrufen am Versteck. Wenn Du das nicht wirklich zusammen gesprochen, sondern dazwischen eine klitzekleine Pause gelassen hast, hattest Du gleich 2 Punkte weniger...(und das weiß ich aus Erfahrung
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Okay, der Unterschied ist halt, dass es jetzt explizit in der PO wortwörtlich ausgeschrieben drinsteht...
Früher stand's halt im Leistungsrichter-Leitfaden... Und war dementsprechend genau so "gültig" wie jetzt, wo dieser in die PO integriert wurde.
Und "Doppelkommandos" wurden schon in den 80ern entwertet als ich mit dem Hundesport angefangen habe. Z.B. das berüchtigte "Hier Fuß" beim Abrufen am Versteck. Wenn Du das nicht wirklich zusammen gesprochen, sondern dazwischen eine klitzekleine Pause gelassen hast, hattest Du gleich 2 Punkte weniger...(und das weiß ich aus Erfahrung
).
Okayyyyy! Du hast gewonnen!!! 👏👏👏👏👏