Nasenarbeit / Fährte & Co /Praxisarbeit

  • Heißt aber nicht automatisch, dass man rauf darf, sonst wäre bei uns hier in Ö ja praktisch jede Fläche Freiwild. Hier jagen sie dich mit der Mistgabel auch von einer Wiese :D

    Ja da hast Du recht...bisher hab ich den Bauern immer freundlich gewunken und sie sind dann weiter gefahren ^^


    PS: In Österreich habt ihr ja auch noch die ganzen Touristen die meinen, alles was grün und nicht 3m hoch umzäunt ist, ist Wandergebiet. Da kann ich mir schon vorstellen, das die Bauern etwas "sensibilisiert" sind ;)

    Das ist hier im Allgäu nicht anders

  • Ja also ich kann das aber auch sehr gut nachvollziehen. Die Landwirte machen mit einem bestimmten Teil der Hundebesitzer echt viel mit, weil teilweise absolutes Basiswissen und Verständnis im Zusammenhang mit allen möglichen landwirtschaftlichen Tätigkeiten nicht mehr vorhanden ist. Es beginnt bei Stöcken, die den Hunden auf Wiesen geworfen und dann dort liegen gelassen werden - diese können beim mähen bzw. später beim pressen für Probleme sorgen und sind dann halt mal mindestens im Futter, teilweise lassen die Leute sogar ihre Hunde während der Heuernte durch die Schwaden rennen oder dran pinkeln und hinkacken.

    Ich weiß, dass sich die Mehrheit der Hundebesitzer nicht so verhält, aber die Landwirte haben ja immer nur mit denen zu tun, die sich komplett daneben benehmen und dementsprechend dann oft wenig Verständinis und eine kurze Zündschnur.

  • Abgesehen davon ist auch das Gesetz in Österreich angeblich anders als in D. Bei uns darf rechtlich auch niemand auf fremde Wiesen gehen, ist ja Eigentum des Landwirtes. Kommt ja eigentlich auch niemand auf die Idee einfach quer durch den Garten eines Nachbarn zu laufen. Aber in D ist das scheinbar anderes, wenn die Wiese brach liegt, darf die jeder nutzen.

  • Abgesehen davon ist auch das Gesetz in Österreich angeblich anders als in D. Bei uns darf rechtlich auch niemand auf fremde Wiesen gehen, ist ja Eigentum des Landwirtes. Kommt ja eigentlich auch niemand auf die Idee einfach quer durch den Garten eines Nachbarn zu laufen. Aber in D ist das scheinbar anderes, wenn die Wiese brach liegt, darf die jeder nutzen.

    95% der landwirtschaftlichen Flächen in Bayern sind in Privateigentum

  • Verfassung des Freistaates Bayern in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. 12. 1998 (GVBl
    S. 991, BayRS 100-1-S)

    Art. 25
    Land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen
    (1) 1Landwirtschaftlich genutzte Flächen (einschließlich Sonderkulturen) und gärtnerisch genutzte
    Flächen dürfen während der Nutzzeit nur auf vorhandenen Wegen betreten werden. 2Als Nutzzeit
    gilt die Zeit zwischen Saat oder Bestellung und Ernte, bei Grünland die Zeit des Aufwuchses.


    95% der landwirtschaftlichen Flächen in Bayern sind in Privateigentum

    Das alles irgendwem gehört, ist klar. Trotzdem gibt es (auch in Bayern) ein Betretungsrecht der Natur inkl. landwirtschaftlicher Flächen, außerhalb der Nutzzeit.

    Ich würde mich da allerdings auch mit keinem Landwirt drum streiten, der das anders sieht

  • Das alles irgendwem gehört, ist klar. Trotzdem gibt es (auch in Bayern) ein Betretungsrecht der Natur inkl. landwirtschaftlicher Flächen, außerhalb der Nutzzeit.

    Ich würde mich da allerdings auch mit keinem Landwirt drum streiten, der das anders sieht

    Ja, prinzipiell ist es so wie Luna geschrieben hat. Nur bei Wiesen sind sie auch in der "Nicht-Vegegationszeit" stinkig mit Hunden.

  • Es hilft sicherlich der direkte Kontakt mit dem Besitzer der Wiese. Den hatte ich jedenfalls an der Nordsee mit einem Landwirt und er erlaubte mir, die von mir gerne genutzte Wiese auch weiterhin zu nutzen für meine Gänge mit Harras. Ich habe seine festen Hinterlassenschaften auch immer eingesammelt und mitgenommen.

  • Genau das meinte ich. Bei uns gibts das aber soweit ich weiß nicht.


    Es wird aber niemand etwas sagen, wenn du im Winter über die Wiese läufst.

  • Ja es gibt ja tatsächlich einige Zeiträume, in denen Wiesen oder auch Ackerflächen betreten werden können, ohne das man irgendwelchen Schaden anrichtet.


    Ein riesen Problem ist hier oft auch in Bezug auf acker, dass den Menschen gar nicht klar ist, wann der acker eingesäht ist.

    Oder dass der Hund unbeabsichtigt durch die Wiese streift und schneller ein riesen Loch gebuddelt hat, als es der Besitzer mitbekommt, wenn es ihn überhaupt interessiert.

    Ich kenne viele Landwirte und wenn man das Gespräch sucht sind die aller meisten wahrscheinlich nett und kooperativ, aber wenn man da einfach wildfremde Leute auf seinem Grund und Boden vorfindet und die einem dann erklären, dass es wohl kein Problem ist, wenn sie da jetzt ein bisschen ihren Hund bespaßen, da haben wahrscheinlich nur wenige Landwirte das nervliche Kontingent um noch locker zu bleiben

  • Aber auch als Landwirt darf man mal die Kirche im Dorf lassen. Nur weil man da mal ne Fährte drüber legt, macht man nicht gleich was kaputt. Manche Landwirte führen sich leider auch auf wie kleine Götter.


    Ich hab allerdings bislang nur positive Erfahrungen mit unseren Landwirten hier, den gehören teilweise an die 300 Hektar und ganz ehrlich, da muss man auch irgendwo damit leben, dass die im Rahmen der Freizeitgestaltung auch mal betreten werden. Hier sind da wie gesagt auch alle locker mit und zum Glück bodenständig.


    Wir fahren da ja nicht mit Motorrädern drüber.


    Wem die Äcker gehören lässt sich manchmal nur schwer herausfinden, hier wird untereinander da doch viel gehandelt und aufgrund von Datenschutz kann man auch nicht irgendwo anrufen. Mit Glück gibt einen der Lohnunternehmer Auskunft. Aber dafür gibt es ja auch sowas wie Landschaftsverordnungen die das Betretungsrecht regeln.


    Wir haben übrigens auch selbst Flächen und da bin ich auch nicht Päpstlicher als der Papst, in den letzten Jahren habe ich mich nur zwei Mal beschwert und jemanden ermahnt. Einmal bei einer Frau die ihren Hund unbehelligt buddeln gelassen hat und einmal bei einer Mutter mit Kind die ihr Kind auf so einem Trecker durch die Heuwiese schob und dabei eine Schneise hinterließ (von Zecken man ganz zu schweigen!). Wobei selbst die Schneise sogar egal wäre, die neuen Maschinen können auch Gras mähen welches liegt. Da wir aber mit der Sense oder dem Balkenmäher unterwegs sind, ist das für uns dann ärgerlich.